Das Netzwerk der Modellschulen für Partizipation und Demokratie in Rheinland-Pfalz

Graphik Schule der Demokratie

Erfahrungen aus Schulen, Studien und Wettbewerben zeigen, dass Partizipation und eine demokratische Lern- und Schulkultur wesentliche Qualitätsmerkmale guter Schulen sind. Die Modellschulen für Partizipation und Demokratie in Rheinland-Pfalz haben sich zum Ziel gesetzt, gelingende Modelle einer demokratischen Lern- und Schulkultur zu entwickeln, zu erproben und zu realisieren. Zugleich fördern sie den Erwerb demokratischer Handlungskompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern.

Damit eine demokratische Lern- und Schulkultur wachsen kann, schaffen sie vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler, für Eltern, für pädagogische Partner und für Lehrkräfte. Sie stellen die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt ihres pädagogischen Handelns – für erfolgreiches Lernen, für ein gutes Zusammenleben in der Schule und für eine demokratische Gesellschaft.

In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit 56 Modellschulen für Partizipation und Demokratie, darunter 3 Förderschulen, 5 Berufsbildende Schulen, 10 Grundschulen, 11 Integrierte Gesamtschulen, 12 Realschulen (plus) und 15 Gymnasien. 

Mitmachen im Netzwerk

Interessierte Schulen können sich initiativ für eine Aufnahme ins Netzwerk bewerben. Eine Aufnahme erfolgt vorbehaltlich der Kapazitäten des betreuenden Teams und der durch das Ministerium bereit gestellten Ressourcen. Voraussetzungen für eine Bewerbung sind unter anderem:

  • Unterstützung durch die gesamte Schulgemeinschaft, insbesondere durch die Schulleitung
  • Gesamtkonferenz-Beschluss
  • Einrichtung eines Demokratiebildungs-Teams (mind. drei Personen / an Grundschule: zwei Personen) inkl. eines Schulleitungsmitglieds
  • Teilnahme an regionalen Netzwerkgruppen- und landesweiten Gesamtnetzwerktreffen
  • Offenheit bei Hospitations- oder sonstigen Anfragen von anderen Schulen
  • Dokumentation von schuleigenen Demokratietagen zur Weitergabe (Good-Practice-Bsp.)

Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen erhalten Sie bei der Koordinierungsstelle für schulische Demokratiebildung am Pädagogischen Landesinstitut RLP, Evelyn Horst, E-Mail: Evelyn.Horst(at)pl.rlp.de

Das bietet das Netzwerk der Modellschulen

Auftaktgespräch

Jede Schule führt mit Aufnahme ins Netzwerk ein ca. 90-minütiges Auftaktgespräch mit ihren zuständigen Netzwerkbetreuerinnen über die Zusammenarbeit im Netzwerk der Modellschulen für Partizipation und Demokratie. Das Gespräch soll vor allem dazu dienen, jede Modellschule bedarfsgerecht auf ihrem Weg zu unterstützen und gemeinsam die zunächst gesetzten, individuellen Ziele der Schule zu identifizieren. Von Seiten der Schule sollen die Verantwortlichen für die Mitarbeit im Netzwerk, ein Mitglied der Schulleitung und - nach Möglichkeit - auch Schülerinnen und Schüler z.B. der SV dabei sein. 

Förderung eines Demokratietags

Jede Modellschule führt einmal im Schuljahr einen schuleigenen Demokratietag durch und dokumentiert ihre Erfahrungen. Dafür ist dieses Steckbrief-Formular (Word.docx) nutzbar. Für die Umsetzung des Demokratietags kann jede Schule (derzeit leider nur einmalig) eine Förderung von bis zu 800€ erhalten. Die Summe ist nur im Ganzen abrufbar. Eine Stückelung der maximalen Fördersumme auf mehrere Zeitpunkte ist nicht möglich. Bei Fragen zur Nutzung der Mittel steht Ihnen Frank Schnadthorst im Ministerium für Bildung zur Verfügung. Er nimmt auch die Anträge entgegen: Frank.Schnadthorst(at)bm.rlp.de, Tel. 06131-16-2828. 

Förderkriterien (PDF)
Antrag Druckversion (PDF)
Antrag Onlineversion (PDF)
Ergebnisbericht (PDF)

Netzwerktreffen

In sechs regionalen Netzwerkgruppen werden die Modellschulen dabei unterstützt, ihre Entwicklungsprozesse auf den Weg zu bringen, sie zu reflektieren und innerschulisch zu verankern. Das Angebot richtet sich an die Mitglieder der schulischen Demokratieteams (Lehrkräfte ebenso wie sozialpädagogische Fachkräfte). In einigen Gruppen sind auf Wunsch der Teilnehmenden auch Schüler*innen dabei. Die regionalen Treffen finden zwei Mal pro Schuljahr ganztägig statt. Darüber hinaus treffen sich alle Modellschulen einmal pro Schuljahr zu einem Gesamtnetzwerktreffen. Diese Veranstaltung dient vor allem dem Austausch und der Fortbildung.

Förderung eines SV-Seminars

Modellschulen können einmalig eine Förderung von bis zu 600€ für eine ganztägige Fortbildung ihrer Schüler*innenvertretung (SV) durch das SV-Bildungswerk erhalten. Interessierte Schulen holen sich dafür bitte beim SV-Bildungswerk einen Kostenvoranschlag ein (unbedingt auf die Mitgliedschaft im Netzwerk hinweisen) und senden diesen per E-Mail mit der Bitte um Förderung an Frank Schnadthorst im Ministerium für Bildung, Frank.Schnadthorst(at)bm.rlp.de, Tel. 06131-16-2828.

Link zur Webseite des SV-Bildungswerks