Die Bildungsministerkonferenz (BMK) hat in ihrer 8. Sitzung eine gemeinsame Erklärung zum Umgang mit Social Media im Schulbereich verabschiedet. Die Länder vereinbaren, die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Erziehungsberechtigten zu stärken, digitale Resilienz zu fördern und vor negativen Folgen intensiver Nutzung zu schützen. Im Fokus stehen die enge Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus und Gesellschaft sowie die Prävention von Risiken wie Fake News, Cybermobbing, Datenschutzverletzungen, Deepfakes und digitalem Manipulationsdruck.
Anna Stolz, Präsidentin der BMK und Bayerische Kultusministerin, betont: „Mit der Erklärung setzen die Länder ein klares Signal für verantwortungsvolle digitale Bildung. Ziel ist ein reflektierter, kritischer und sicherer Umgang mit Social Media.“ Christine Streichert‑Clivot, A‑Länderkoordinatorin, weist darauf hin, dass junge Menschen lernen müssen, Informationen einzuordnen und selbstbewusst mit digitalen Medien umzugehen, weil Medienkompetenz Voraussetzung für Meinungsbildung und demokratische Teilhabe ist. Dorothee Feller, B‑Länderkoordinatorin, unterstreicht die Notwendigkeit gemeinsamer Verantwortung von Eltern, Schulen und Gesellschaft und verweist auf Programme wie „Kompetent im Netz“, die ausgebaut werden sollen.
Die Erklärung fasst die Ziele in den Dreiklang Sensibilisieren – Stärken – Schützen. Schulen erhalten eine zentrale Rolle: Sie sollen junge Menschen befähigen, digitale Medien kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen und gleichzeitig Werte‑ und Demokratiebildung im digitalen Raum fördern. Die Initiative ist Teil eines breiteren gesellschaftlichen Prozesses, der auf Studien zu den psychischen Auswirkungen intensiver Social‑Media‑Nutzung, sozialem Druck und demokratischer Diskurskultur reagiert und die bisherigen Strategien zur digitalen Bildung um einen stärkeren Fokus auf Prävention, Medienkompetenz und Kinderschutz ergänzt.
Einen Download der Erklärung finden Sie hier.