| Sprachförderung

Frühzeitig gleiche Chancen schaffen: Mehr als 270 Ferienlernkurse fördern rund 2.600 Kinder und Jugendliche

Mit Freude Neues lernen, Kenntnisse vertiefen und Gelerntes festigen – dafür stehen die Ferienlernangebote in Rheinland-Pfalz. Was für viele im ersten Moment überraschend klingt, sind hier im Land seit Jahren etabliert. Mit Feriensprachkursen und den Lernangeboten von „LiF – Lernen in Ferien“ sorgen wir gemeinsam mit den Volkshochschulen im Land dafür, dass Schülerinnen und Schüler einen Teil der unterrichtsfreien Zeit zum Üben und Wiederholen nutzen und gerade die so wichtigen Basiskompetenzen festigen können. Sie sind der Schlüssel zur besten Bildung“, so Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig zum Ende des Schuljahres.

LiF-Kurse stehen allen Kindern und Jugendlichen aus allen Schularten offen, um ihre fachlichen und überfachlichen Kompetenzen zu vertiefen. Besonders gefördert werden dabei die Fächer Mathematik und Deutsch, aber auch die motorischen und sozialen Fähigkeiten. Dies geschieht neben dem fachlichen Input unter anderem durch gemeinsame sportliche Aktivitäten. Feriensprachkurse unterstützen und fördern besonders neu angekommene schulpflichtige Kinder und Jugendliche beim Deutschlernen. Erstmals werden dabei auch Sprachkurse für Kinder angeboten, die nach den Ferien in die Schule kommen. „Sprachkenntnisse sind die Grundlage für Bildungserfolg, gute Integration und gesellschaftliche Teilhabe. Frühzeitige Förderung hilft auch dabei, dass die Kinder mit einem ähnlichem Lernstand in die Schule kommen und Lehrkräfte sich auf ihre pädagogische Arbeit konzentrieren können. Deshalb ist es wichtig, dass wir diese Lücke schließen und früh ansetzen“, so Eiling-Hütig.

Insgesamt finden 161 Deutschkurse statt, davon 105 an Grundschulen, 52 an weiterführenden Schulen und vier an berufsbildenden Schulen. Von diesen Ferienkursen profitieren rund 1.450 Schülerinnen und Schüler. Zudem bietet Lernen in Ferien (LiF) 114 weitere Kurse für 1.130 Schülerinnen und Schüler. Der Fokus liegt in diesem Jahr auf der Förderung der sprachlichen und mathematischen Kompetenzen. Das Land stellt 2026 für LiF-Kurse insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung, davon rund 106.000 Euro für die Kurse in den Sommerferien. Zusätzliche 1,25 Millionen Euro sind es für Feriensprachkurse, davon werden knapp 220.000 Euro für die beantragten Kurse während der Sommerferien eingesetzt.

Das Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr beteiligt sich zusätzlich mit 50.000 Euro an den Feriensprachkursen. „Integration gelingt dort am besten, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen und die Sprache des Landes beherrschen. Deshalb sind Deutschkenntnisse eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, erfolgreiche Bildungswege und den späteren Einstieg ins Berufsleben. Die Feriensprachkurse leisten hierzu einen wichtigen Beitrag, weil sie junge Menschen gezielt fördern und ihnen zusätzliche Chancen eröffnen“, sagte Integrationsminister Achim Schwickert. „Als Integrationsministerium unterstützen wir dieses Angebot gerne, denn gute Sprachkenntnisse sind der Schlüssel zur Integration und schaffen Perspektiven. Für jeden Einzelnen und für unser Zusammenleben“, so Schwickert abschließend.

„Ich bin sehr froh, dass das Land mit dem Verband der Volkshochschulen zudem seit vielen Jahren einen verlässlichen Partner an der Seite hat, um Kindern und Jugendlichen die Förderung zu ermöglichen, die sie brauchen“, so die Ministerin. Der Vorsitzende des Verbandes der Volkshochschulen Rheinland-Pfalz, Hendrik Hering, unterstreicht die Bedeutung von Sprache für Bildung und Teilhabe: „Sprachfähigkeit ist eine zentrale Voraussetzung für Bildung und Teilhabe — sie muss früh gefördert werden. Wir freuen uns, dass auch die neue Landesregierung dieses Ziel klar unterstützt: Beim Ausbau gezielter Sprachförderung, insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund, herrscht Kontinuität und breite Übereinstimmung zwischen dem Ministerpräsidenten, der zuständigen Ministerin und den bisherigen Akteurinnen und Akteuren. Die Volkshochschulen stehen als verlässliche Partner bereit und bringen ihr didaktisch-methodisches Knowhow ein, um gemeinsam Chancengerechtigkeit und bessere Bildungsperspektiven zu stärken.“

„Mein Dank gilt allen Dozentinnen und Dozenten sowie den Beteiligten an den Volkshochschulen in Rheinland-Pfalz, die in ihren Ferien dazu beitragen, dass Kinder einen guten Start in ihre Bildungslaufbahn haben können“, erklärte die Ministerin abschließend.

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