Der Deutsche Tierschutzpreis ehrt Menschen, die sich mit Leidenschaft und Ideenreichtum für das Wohl von Tieren einsetzen. Sie investieren Zeit, Energie und oft auch Geld, damit Tiere in unserer Gesellschaft Mitgefühl erfahren und ein besseres Leben führen können. Viele Tierschützer*innen wirken oft unbemerkt und bescheiden im Verborgenen, auch in Rheinland-Pfalz.
Der Publikumspreis des Deutschen Tierschutzpreises ist mit 3000 Euro dotiert. Die Auswahl des Publikumspreises legt die Jury in die Hände der Tierschutz-Community. Das sind die beiden Projekte aus Rheinland-Pfalz, das erste ist eines einer Schule:
Bennis Waldschützer*innen 3.0
“Bennis Waldschützer*innen 3.0” ist die Nachhaltigkeits-AG des Wiedtal Gymnasiums für Arten-, Regenwald- und Klimaschutz. Gemeinsam haben die 107 Schüler*innen aus Neustadt/Wied schon mehr als 71.500 Bäume in Indonesien gepflanzt und damit Lebensraum für bedrohte Tierarten geschaffen. In Costa Rica unterstützen sie den Schutz von rund 13.000 Quadratmetern Primärregenwald, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.
Auch vor Ort bringen die Jugendlichen den Naturschutz voran – etwa mit Insektenhotels und Pflanzaktionen klimaresistenter Bäume. Bei Regenwald-Aktionstagen begeisterten sie bereits mehr als 1.600 Grund- und Vorschulkinder für Umwelt- und Tierschutz. Mit kreativen Projekten wie „Faire Schoki für den Regenwald“ oder Escape Rooms zu Themen wie Wilderei und Palmöl verbinden sie Bildung mit konkretem Engagement. So zeigen die Jugendlichen, wie Arten- und Tierschutz schon in der Schule gelebt werden kann – und wie aus Wissen langfristiger Einsatz für Tiere und ihre Lebensräume entsteht.
Der SWR berichtet ganz aktuell in einem Artikel über das Projekt: “Schul-AG für Deutschen Tierschutzpreis nominiert – Wie eine Schule aus dem Westerwald den Regenwald rettet” (swr.de, 22.09.2026, mit 3-min-Audio).
Hunde-Kompetenz-Projekt Tierheim Kaiserslautern
Im Hunde-Kompetenz-Projekt des Tierheims Kaiserslautern bilden Manuela Habermann und Lukas Walter Fachkräfte aus Tierschutz und Hundetraining im gewaltfreien und wissenschaftlich fundierten Umgang mit schwierigen Hunden weiter.
Im Mittelpunkt stehen Tierheimhunde, die als verhaltensauffällig gelten - sie brauchen besondere Unterstützung und sind oft nur schwer oder gar nicht vermittelbar. Manuela Habermanns und Lukas Walters Ansatz stellt dabei die Bedürfnisse und das Wohlbefinden der Tiere an erste Stelle. In praxisnahen Seminaren lernen Tierpfleger*innen, Tierheimmitarbeitende und Hundetrainer*innen, Körpersprache und Stresssignale zu erkennen, Hunde sicher zu handeln und ihr Verhalten fachlich einzuschätzen. Auch Enrichment, Medical Training und Kooperationstraining gehören dazu. So werden Tierschutzorganisationen befähigt, selbst schwierige Fälle langfristig kompetent und tierschutzgerecht zu betreuen – und geben Hunden eine Perspektive, die sonst kaum eine Chance hätten.
Infos zu den Projekten und Online-Abstimmung unter www.tierschutzbund.de/ueber-uns/tierschutzpreis/publikumspreis/bis zum 24. Oktober.
Jede Person kann nur einmal teilnehmen und dabei für eines oder mehrere Projekte abstimmen. Die Registrierung mit Namen und E-Mail-Adresse ist lt. Ausschreibung notwendig, um einen fairen Abstimmungsprozess bestmöglich zu gewährleisten.
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