„Wie entsteht eine qualitätsvolle Nutzung von Medien im Unterricht, die das Lernen von Kindern und Jugendlichen fördert? Welche Werkzeuge, Kompetenzen und Überzeugungen sind förderlich für ein Leben und Lernen in einer Kultur der Digitalität?“, diese Leitfragen stellte die Direktorin des Pädagogischen Landesinstituts Dr. Birgit Pikowsky in den Mittelpunkt der Eröffnung in Ingelheim.
„Die digitale Transformation fordert von uns ein, dass wir Bildung zielgerichtet weiterdenken“, betonte Martin Brause, Abteilungsleiter im Ministerium für Bildung, im Rahmen der Begrüßung der Teilnehmenden und ergänzte: „Diesen Prozess wollen wir gemeinsam mit allen an Schule Beteiligten gestalten. Die iMedia ist ein hervorragendes Format, das persönliche Begegnung und Austausch ermöglicht und vor allem den Raum bietet, technische wie pädagogische Fragen rund um das digitale Lernen und Lehren zu diskutieren.“
Mit rund 70 unterschiedlichen Angeboten, einem spannenden Bühnen-Programm und vielfältigen Austausch- und Ausprobiermöglichkeiten im Community-Bereich erwarteten die Besucherinnen und Besucher vielfältige Impulse aus der Praxis für die Praxis. Die Angebote waren an den drei Handlungsfeldern der Digitalstrategie /bildung/digital ausgerichtet: Lernen und Lehren in der digital geprägten Welt, Qualifizierung von Schulleitungen, Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften sowie Bildungsinfrastruktur und Verwaltung.
Zum Auftakt gab es eine orientierende Keynote des renommierten Speakers Roger Spindler, der sich selbst als Lehrer, Zukunftsforscher und Bildungsenthusiast bezeichnet. Unter der Überschrift „Mutig. Neugierig. Gemeinsam. Kompetenzen für die Bildung der Zukunft“ stellte Spindler fest, dass Bildung künftig noch mehr Balance zwischen einem kritischen Umgang mit Wissen und der Möglichkeit zur freien kreativen Entfaltung von Menschen herstellen müsse. Die Akteure im Bildungsbereich würden in Zukunft noch stärker zu Ermöglicherinnen und Begleitern in diesem Prozess. Gefordert sei eine neue Form von kreativer Bildung, die mehr freies und innovatives Denken erlaube. Anschließend erhielten Interessierte die Gelegenheit, sich im Rahmen eines Workshops mit Roger Spindler intensiver mit der Thematik auseinanderzusetzen und unmittelbar von konkreten Erfahrungen des Keynote-Speakers zu profitieren: Wie kommen wir als Schule ins Tun, in Bewegung, wie stoßen wir gemeinsam Veränderungen an?
Die Gäste konnten ihren Fortbildungstag individuell aus den rund 70 Einzelangeboten in unterschiedlichen Formaten zusammenstellen: Vorträge und Workshops, das Netzwerkcafé der Regionalen Kompetenzzentren mit thematischen Impulsen, die Informations- und Beratungsangebote sowie Projekt- und Infostände auf der Community-Fläche aus dem Pädagogischen Landesinstituts sowie der beteiligten Bildungspartner. Die Themen reichten dabei von neuen Formaten der Lern- und Aufgabenkultur, chancengerechter digitaler Bildung über KI sowie Digital Leadership bis zum Bildungsportal RLP als zentrale Plattform für digitale Lehr- und Lernangebote in Rheinland-Pfalz.
Außerdem gab es wieder Angebote, die sich unmittelbar an Schülerinnen und Schüler richteten: Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2026 „Zukunft der Medizin“ konnten diese in den benachbarten Kinos Casablanca und Cadillac den Spielfilm AMELIE RENNT (Deutschland/Italien 2017) ansehen und sich im anschließenden Filmgespräch mit Dr. med. Daniel Korczynski, Oberarzt und Leiter der Bronchoskopie an der Universitätsmedizin Mainz, darüber austauschen.
