Das Programm besteht zum einen aus für alle Schulen verpflichtenden Bausteinen, zum anderen ist es so angelegt, dass es den einzelnen Schulen eine passgenaue Ausgestaltung ermöglicht, die sich von den gewählten Zielen ableitet.

Diese pass- und zielgenaue Nutzung der Gestaltungsspielräume und der zusätzlichen Ressourcen aus dem Startchancen-Programm setzt ein kompetentes Steuerungshandeln voraus. Die teilnehmenden Schulen erhalten dabei eine enge Begleitung durch die Schulaufsicht und das Pädagogische Landesinstitut.

In den Gesprächen werden zwischen Schulleitung und Schulaufsicht die Entwicklungsziele im Lichte der schulspezifischen Bedarfe konkretisiert und mit Maßnahmen, wie beispielsweise Qualifizierungen und Fortbildungen sowie Teilnahme an Netzwerken, hinterlegt. Über die Ziele und vereinbarten Maßnahmen wird eine Vereinbarung getroffen, die auch Vorgaben für die Verwendung der Chancenbudgets umfasst.

Die Umsetzung des Startchancen-Programms soll auch von Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer profitieren. Hierzu werden Netzwerke aufgebaut beziehungsweise bestehende Strukturen genutzt und weiterentwickelt.

Die Akademien und RegioNetzwerke (überfachliche Schulnetzwerke) unterstützen einen Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zu Fragen der Programmimplementierung durch regelmäßige Treffen; angedacht sind ein zweitätiges sowie ein eintägiges Treffen pro Schulhalbjahr. Diese Netzwerke richten sich vorrangig an die Schulleitungen der Startchancen-Schulen. 

Themenbezogene Fachnetzwerke befördern einen Wissenstransfer innerhalb des Startchancen-Programms zu fachlichen Schwerpunkten, die sich aus der Zielsetzung des Programms ergeben. Der Kompetenzerwerb in den Fächern Deutsch und Mathematik ist dabei insbesondere zu adressieren. Der Turnus der Treffen kann bedarfsorientiert variieren. Über die Teilnahme an den Netzwerktreffen wird im Zuge der Zielvereinbarungsgespräche entschieden.

Betreut werden die Netzwerke durch das Pädagogische Landesinstitut.

Kooperationen auf kommunaler Ebene sollen gezielt gestärkt werden, um die Startchancen-Schulen fest im Sozialraum zu verankern. Insbesondere an Standorten mit mehreren Schulen sind hier strukturierte Kooperationsformate vorgesehen.

In Zusammenarbeit insbesondere mit der Zivilgesellschaft, der Kinder- und Jugendhilfe sowie mit Unternehmen und Praxispartnern sollen lokale Bildungslandschaften nachhaltig verändert werden.

Um eine bestmögliche Implementierung des Startchancen-Programms zu gewährleisten und Entwicklungsräume zu schaffen, werden für die Teilnehmenden geeignete Qualifizierungs- und Professionalisierungsangebote unterbreitet. Dies betrifft in den Schulen neben den Schulleitungen auch das erweiterte Schulleitungsteam, die Lehrkräfte und das weitere pädagogische Personal.

Zur Unterstützung der Schul- und Unterrichtsentwicklung sollen bereits bestehende sowie im Verlauf des Startchancen-Programms entwickelte Materialien und Angebote, die den Programmzielen entsprechen, in qualitätsgesicherter und systematischer Weise aufbereitet und länderübergreifend auf einer digitalen Transferplattform zur Verfügung gestellt. Die Plattform wird voraussichtlich ab Schuljahresbeginn 2024/25 über das Bildungsportal zugänglich sein.

Weitere Informationen folgen in Kürze.