Verbraucherbildung

Sammlung Logos Kernbereiche Verbraucherbildung

Die Übernahme von Verantwortung für das individuelle (Konsum-)Handeln ist eine Aufgabe, der sich Schule als Träger des Bildungsauftrags zunehmend stellen muss. Aber wie können Ethik und Konsum gemeinsam gedacht werden? Ist ethischer Konsum unter Berücksichtigung von Generationengerechtigkeit, Ressourcenverbrauch und Verantwortung gegenüber der Umwelt und anderen Lebewesen im Zeitalter von „Konsum 4.0“ überhaupt möglich?  

Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt einer zeitgemäßen Verbraucherbildung. Sie fördert alltagsbezogene Problemlösungs- und Entscheidungskompetenzen auf der Basis einer fundierten fachlichen Grundbildung und wird damit als Querschnittsaufgabe ein wichtiges Bindeglied zwischen den Unterrichtsfächern. 

Die Richtlinie "Verbraucherbildung an allgemeinen Schulen" des Ministeriums für Bildung setzt hierfür den Rahmen und definiert Kompetenzen, Standards und Inhalte für die vier Kernbereiche. 

Aktuelles

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) unterstützt Schulen darin, mit Verbraucherbildung junge Menschen fit für ihr Leben und ihren Konsumalltag zu machen.  Auch im Schuljahr 2026 können wieder kostenfrei verschiedene Bildungsangebote genutzt werden. 

Online-Fortbildungen für Lehrkräfte:

  • 11.03.2026, 16.00 – 17.30 Uhr Für alle Klassenstufen: Plastiksparen im Alltag leicht gemacht – Die Plastiksparakademie
  • 21.04.2026, 16.00 – 17.30 Uhr Für alle Klassenstufen: Verwenden statt verschwenden – Gemeinsam Lebensmittel wertschätzen
  • 05.05.2026, 16.00 – 17.30 Uhr Für Sekundarstufe I, II und Berufliche Bildung: Fit für die erste eigene Wohnung – Was junge Menschen wissen müssen
  • 20.05.2026, 16.00 – 17.30 Uhr Für Sekundarstufe I, II und Berufliche Bildung: Wie lege ich mein Geld an? Das kleine Einmaleins der Geldanlag

Weitere Informationen und Anmeldung unter https://www.verbraucherbildung.de/online-fortbildungen-und-veranstaltungen .

Kostenfreie Workshops für Jugendliche: Fit im Konsumalltag:

  • Peer-to-Peer: Das Workshop-Programm auf Augenhöhe
  • Aktionstag für eigene Projekte
  • Methoden, Material und Vorlagen für den Unterricht

Weitere Informationen und Anmeldung unter https://www.verbraucherbildung.de/verbraucherchecker

Junge Menschen verbringen ihren Alltag zunehmend in der digitalen Welt und erkennen oft die Risiken von unseriösen Finanz-Tipps, Fake-Shops und In-Game Käufe nicht. Um die Jugendlichen auf diese Risiken vorzubereiten, bietet der Verbraucherzentrale Bundesverband im Jahr 2026 acht kostenlose online Seminare „Fit im Konsumalltag für den Unterricht“ an.

Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte der Sekundarstufe I und II sowie an Lehramtsstudierende.

  • 21.01.2026, 16.00 - 17.30 Uhr: Finanz-Tipps in sozialen Medien durchschauen 
  • 25.02.2026, 16.00 - 17.30 Uhr: Kostenfallen bei In-Game-Käufen
  • 18.03.2026, 16.00 - 17.30 Uhr: Risiken beim Online-Shopping erkennen
  • 22.04.2026, 16.00 - 17.30 Uhr: Werbung und Datenschutz online
  • 13.05.2026, 16.00 - 17.30 Uhr: Bewusster Konsum im Kleiderschrank
  • 17.06.2026, 16.00 - 17.30 Uhr: Vertrauen ist gut - KI-Check ist besser!
  • 23.09.2026, 16.00 - 17.30 Uhr: Nachhaltiger leben im Alltag
  • 14.10.2026, 16.00 - 17.30 Uhr: Lebensmittel-Siegel im Check

Weitere Informationen und Anmeldung unter finden Sie auf der Website des vzbv.

In einer zunehmend digitalen Welt steigen die Anforderungen an die Verbraucherinnen und Verbraucher kontinuierlich.  Konsumentscheidungen und Entscheidungen über den individuellen Lebensstil betreffen nicht nur den Alltag und das Privatleben der Verbraucherinnen und Verbraucher in Gegenwart und Zukunft, sondern auch die Partizipation an und die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft insgesamt. Verbraucherbildung fördert die hierfür notwendigen Kompetenzen für wirtschaftliches Handeln, private Vorsorge, soziale und ethische Verantwortung des Konsums, einen gesundheitsförderlichen Lebensstil sowie einen souveränen Umgang mit Medien, Daten und digitalen Diensten. 

Vor diesem Hintergrund wurde die KMK-Empfehlung zur Verbraucherbildung an Schulen überarbeitet. 

Die Empfehlung umfasst folgende Handlungsfelder:

  • Konsum und Lebensführung
  • Finanzen, Vorsorge, Verbraucherrechte
  • Ernährung und Gesundheit
  • Medien und Information in einer digitalen Welt

Darüber hinaus werden zentrale Ziele und allgemeine Grundsätze in der Verbraucherbildung an Schulen, Maßnahmen für die Bildungsverwaltung und –politik, Hinweise zur Umsetzung in der Schule, Unterstützungs- und Beratungssystemen sowie die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern beschrieben.

Der digitale Fortschritt ist aus dem heutigen Alltag nicht mehr weg zu denken und stellt Verbraucherinnen und Verbraucher vor neue Herausforderungen im Umgang mit der stetig wachsenden Digitalisierung.

Das Bildungspaket „Junge Menschen in neuen digitalen Konsumrollen“ bietet praxisnahe Materialien zur Förderung digitaler Kompetenzen bei jungen Verbraucherinnen und Verbrauchen der weiterführenden Schule an. Das Lernmaterial vermittelt Strategien, wie Chancen genutzt und Risiken wie Datenschutz, Fake News und Suchtverhalten reduziert werden können. Die Inhalte richten sich an Jugendliche und Lehrkräfte und lassen sich flexibel in den Unterricht integrieren. Ziel ist eine reflektierte, verantwortungsbewusste Nutzung digitaler Medien und eine stärkere Medienkompetenz der Lernenden.

Weitere Informationen sowie Unterrichtsmaterial können Sie der Website von Mediasmart entnehmen.

Am Weltverbrauchertag am 15. März stehen die Rechte und Interessen von Verbraucher:innen im Fokus. Doch was zeichnet gerade junge Verbraucher:innen aus? Auffällig ist, dass sie sich in ihrem Konsum in besonderem Maße von Influencer:innen und Social-Media-Inhalten leiten lassen. Sie haben zwar Interesse an nachhaltigen Produkten, es fehlt aber an Wissen darum, was nachhaltige Alternativen tatsächlich ausmacht. Und neue digitale Bezahlformen wie „buy now, pay later“ sind eine Herausforderung gerade für junge Menschen, die ohnehin begrenzte finanzielle Spielräume haben. Das sind nur einige der Ergebnisse der Metastudie „Junge Menschen und Konsum“, die das mmb Institut im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) erstellt hat. 

Weitere Informationen und den Studienbericht finden Sie auf der Website des vzbv.