Kontinuierliche Reflexion der individuellen Entwicklung im Vorbereitungsdienst

Im bewertungsfreien Raum sowie im Rahmen der Freiwilligkeit für die Anwärterinnen und Anwärter werden im Verlaufe des Vorbereitungsdienstes Veranstaltungen sowie Impulse zur kontinuierlichen Entwicklungsreflexion niederschwellig in Form eines Bausteinsystems angeboten.   

Die Impulse wurden in Bezug auf die sonderpädagogischen Schwerpunkte spezifisch sowie übergreifend für die Anwärterinnen und Anwärter erarbeitet. Sie werden auf verschiedenen Wegen zugänglich gemacht, zum Beispiel als Selbstlernkurse auf der Lernplattform im Bildungsportal. Es handelt sich um eine fluide Sammlung, die je nach Bedürfnislage der Anwärterinnen und Anwärter weiterentwickelt werden kann.

gezeichnete Figur mit Lupe in der Hand. In der anderen Hand einen Zettel mit der Aufschrift Entwicklungsreflexion

Kollegiale Fallberatung (KFB)

KFB wird je nach Standort, mit den dort etablierten Strukturen und den vorhandenen Ressourcen unterschiedlich organisiert. Ungeachtet dessen erhalten alle Anwärterinnen und Anwärter die Möglichkeit, KFB kennenzulernen, in Kleingruppen zu erproben, eigene Fälle und Problemstellungen einzubringen und sich ggfs. selbst in dieser Methode zu professionalisieren. Die KFB-Gruppen werden auf Anfrage durch entsprechend qualifizierte Fachleitungen unterstützt. Für die Anwärterinnen und Anwärter, die sich entscheiden, KFB während der Ausbildungszeit kontinuierlich zu nutzen, wird die seminarinterne Struktur (z. B. Raum, Zeit, Material) zur Verfügung gestellt.

„Startklar“

Bei „Startklar“ handelt es sich um ein achtsamkeitsbasiertes Stresspräventionstraining der Universitätsmedizin Mainz für Anwärterinnen und Anwärter. Drei Veranstaltungen, die jeweils ca. vier Zeitstunden umfassen, werden von einer beauftragten Person in Kooperation mit der Universitätsmedizin Mainz durchgeführt.

Impulsletter

Im Verlauf des Vorbereitungsdienstes entstehen für die Anwärterinnen und Anwärter immer wieder herausfordernde Situationen, die mit der jeweiligen Phase des Vorbereitungsdienstes oder ihrer individuellen Lernentwicklung in Zusammenhang stehen. Durch die phasenspezifischen Reflexionsimpulse wird das Erleben von Autonomie und Selbstwirksamkeit unterstützt und der Blick auf die eigenen Ressourcen gerichtet. Bei uns am Studienseminar erhalten die Anwärterinnen und Anwärter zu ausgewählten Zeitpunkten einen "Impulsletter" per E-Mail, der Anregungen zur phasenspezifischen Reflexion enthält. 

Impulse zur Reflexion von Unterricht

Diese Impulse beziehen sich auf unterrichtliche Situationen. Sie orientieren sich an den Dimensionen des Orientierungsrahmens Schulqualität und können bedarfsorientiert genutzt werden. Das Angebot umfasst folgende Elemente: 

  • Vorbereitung des Unterrichts
  • Morgen hab' ich UB
  • Vorbereitung einer Unterrichtsnachbesprechung
  • Basismerkmale des Unterrichts
  • Individuelle Förderung
  • Kompetenzerwerb
  • Professionalität des schulischen Personals
Impulse zur bedarfsorientierten Reflexion

Die „Impulse zur bedarfsorientierten Reflexion“ berücksichtigen u. a. folgende Themenbereiche:

  • Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst
  • Umgang mit dem eigenen Stresserleben
  • Organisation, Zeitmanagement und eigenes Lernverhalten
  • Erleben und gestalten von Beziehungen
  • Konflikte
  • Ausbildungskrisen

Grundlage: § 13 (1) der Landesverordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen, an Realschulen plus, an Gymnasien, an berufsbildenden Schulen und an Förderschulen vom 3. Januar 2012 (GVBI. S. 11), zuletzt geändert durch Artikel 3 und 4 der Verordnung vom 28.08.2025 (GVBl. S. 492)

„Die Anwärterinnen und Anwärter reflektieren kontinuierlich ihre individuelle Entwicklung im Vorbereitungsdienst.“ 

„Eckpunkte zur kontinuierlichen Reflexion der individuellen Entwicklung im Vorbereitungsdienst durch die Anwärterinnen und Anwärter“ (Papier des Bildungsministeriums vom 02.04.2020)