Ehemalige on Tour
Um sich nochmal in kleiner Runde zu verabschieden, luden ehemalige Referendarinnen der Fachbereiche Körperpflege und Sport ihre Fachleiterinnen Ina Eberle und Jutta Wahl zu einem abwechslungsreichen Ausflug ein. Am Rhein entlang, durch die Weinberge des Rheingaus und die schmalen Gässchen Rüdesheims wurde gewandert, sich über Vergangenes ausgetauscht und in die Zukunft geblickt. Alle schauen positiv nach vorne und bewältigen bereits mit viel Energie und Enthusiasmus ihren Alltag.
(Ina Eberle und Jutta Wahl)
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Mit vielen guten Wünschen verabschieden wir die stellvertretende Seminarleiterin Isolde Weimar in den Ruhestand
Mit einer ebenso wertschätzenden wie humorvollen Feierstunde verabschiedete das Studienseminar Isolde Weimar nach 21 prägenden Jahren aus ihrem Dienst. Zahlreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter würdigten ihr außergewöhnliches Engagement, ihre Persönlichkeit und ihren nachhaltigen Einfluss auf das Seminar.
Eine „Andersdenkerin“ mit klarer Haltung
Die Seminarleiterin zeichnete in ihrer Rede den beruflichen Weg von Isolde Weimar nach – einen Weg, der alles andere als gewöhnlich war. Als Odenwälderin startete sie zunächst in einem Industriebetrieb im Rechnungswesen und Personalmanagement, bevor sie sich für den Schuldienst entschied. Nach dem Referendariat in Hessen kam sie 1998 als Studienrätin an die BBS Wirtschaft I in Ludwigshafen.
Im Dezember 2004 wurde sie Lehrbeauftragte für Deutsch und Darstellendes Spiel am Studienseminar in Speyer, bevor sie im Juli 2008 hauptamtliche Fachleiterin für beide Fächer wurde – und schon bald auch für die Berufspädagogik. Nach einem kurzen Gastspiel im Landesprüfungsamt übernahm sie 2015 die Position der stellvertretenden Seminarleiterin.
Über zwei Jahrzehnte hinweg betreute Isolde Weimar mehr als 500 Seminarteilnehmende und prägte das Studienseminar nachhaltig. Ob Organisation der Fahrten zur Didacta, Tätigkeit als Metalog-Beauftragte oder die Übernahme zahlreicher Personalangelegenheiten – sie war die „Allzweck-Isolde“, die pragmatisch, zielstrebig, hervorragend organisiert und stets verlässlich agierte.
Als exzellent vernetzte Ansprechpartnerin für alle war sie geschätzt für ihre Kreativität, ihre positive Grundhaltung und ihre Fähigkeit, auch in herausfordernden Situationen das Gute zu sehen. Als Teamplayerin verband sie die Standorte Speyer und Kaiserslautern. Gemeinsam mit der Seminarleiterin bildete sie die erste weibliche Seminarleitung in Rheinland-Pfalz – und setzte damit wichtige Impulse und erreichte viele gemeinsame Ziele.
Wertschätzende Begleiterin und Ideengeberin
Thorsten Berkefeld, Seminarleiter der Teildienststelle Kaiserslautern, würdigte Isolde Weimar aus persönlicher Perspektive – als Mann in einem „Frauenteam“, wie er augenzwinkernd anmerkte. Besonders hob er ihre unterstützende Begleitung, ihre ausgeprägte Strukturiertheit und ihre Begeisterungsfähigkeit für neue Seminarprojekte hervor. Ihr Humor und ihre wertschätzende Art hätten die Zusammenarbeit bereichert.
Kreative Überraschungen und gute Wünsche
Auch die Seminarteilnehmenden ließen es sich nicht nehmen, ihre Dankbarkeit auszudrücken. Der ÖPR der Seminarteilnehmenden überreichte eine eigens gestaltete Schultüte, gefüllt mit persönlichen Grüßen aus den einzelnen Ausbildungsgruppen – ein symbolträchtiges Geschenk für eine Pädagogin, die Generationen von angehenden Lehrkräften begleitet hat.
Der ÖPR des Kollegiums sorgte mit einem unterhaltsamen Rätsel für Spannung, das schließlich das gemeinsame Geschenk enthüllte: eine Weinprobe mit Übernachtung – Zeit zum Genießen, Entspannen und Anstoßen mit dem Kollegium auf einen neuen Lebensabschnitt.
Ein Abschied mit Dankbarkeit
Mit Isolde Weimar verabschiedet das Studienseminar nicht nur eine stellvertretende Seminarleiterin, sondern eine prägende Persönlichkeit, Ideengeberin, Netzwerkerin und geschätzte Kollegin. Sie freut sich auf das, was kommt und lässt es sich nicht nehmen, nochmal auf den Spaß hinzuweisen, den sie bei ihrem bisherigen Wirken hatte.
Für ihren neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihr von Herzen Gesundheit, Freude, viele inspirierende Begegnungen und Erlebnisse – und weiterhin den Mut, als „Andersdenkerin“ ihren eigenen Weg zu gehen.
(Jutta Wahl)
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Projektpräsentationen der Ausbildungsgruppe F25
Pünktlich zum Halbjahrsende fanden die Projektpräsentationen der Ausbildungsgruppe F25 statt. In Kleingruppen stellten die Lehramtsanwärter*innen insgesamt fünf Projekte vor, die über einen längeren Zeitraum geplant, praktisch erprobt und reflektiert wurden. Alle Projekte zeichneten sich durch einen deutlichen Praxisbezug aus und griffen zentrale Herausforderun-gen des schulischen Alltags auf, von gesundheitlichen Aspekten über den Einsatz Künstlicher Intelligenz bis hin zur Arbeitsorganisation von Lehrkräften.
Im Folgenden werden die einzelnen Projektvorhaben, deren Durchführung sowie zentrale Er-gebnisse und Reflexionen vorgestellt.
Nackenbeschwerden bei Lehrkräften
Das Projekt „Nackenbeschwerden bei Lehrkräften“ widmete sich der Fragestellung, inwiefern gezielte Übungen zur Reduktion von Nacken- und Schulterbeschwerden im Lehreralltag bei-tragen können. Zu Beginn des Projekts wurde eine Eingangsbefragung durchgeführt, um das Ausmaß der Beschwerden sowie bestehende Belastungsfaktoren zu erfassen. Darauf aufbau-end wurden alltagstaugliche Übungen entwickelt, die bewusst niedrigschwellig gestaltet wa-ren.
Die Übungen wurden praktisch in den Alltag von Lehrkräften integriert und über einen be-stimmten Zeitraum regelmäßig durchgeführt. Nach Abschluss der Erprobungsphase erfolgte eine Nachbefragung, um mögliche Veränderungen der Beschwerden zu erfassen. Die Ergeb-nisse deuteten darauf hin, dass die durchgeführten Maßnahmen zur Verringerung der wahrge-nommenen Beschwerden beigetragen haben könnten. Der Schwerpunkt des Projekts lag ins-besondere auf Prävention und Selbstfürsorge, wobei die Sensibilisierung für körperliche Belas-tungen im Berufsalltag eine zentrale Rolle spielte.
Kennzeichnung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz im unterrichtlichen Kontext
Im Projekt „Kennzeichnung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz im unterrichtlichen Kontext“ entwickelte die Projektgruppe einen konkreten Leitfaden, der Lehrkräften und Schüler*innen Orientierung im unterrichtlichen Umgang mit KI-gestützten Tools bieten soll. Ziel war es, transparente und reflektierte Nutzungsmöglichkeiten von KI im Unterricht aufzu-zeigen.
Der Fokus lag dabei weniger auf rechtlichen oder ethischen Fragestellungen, sondern vor al-lem auf der Nutzung von KI im schulischen Alltag. Der Leitfaden zeigt auf, wie KI sinnvoll in Lernprozesse eingebunden werden kann. Er richtet sich schulformübergreifend an Lehrkräf-te sowie an Schüler*innen und soll dazu beitragen, den bewussten und kompetenten Einsatz von KI im schulischen Kontext zu fördern.
Künstliche Intelligenz im Klassenzimmer. Entwicklung eines KI-gestützten Lerncoachs
Das Projekt „Künstliche Intelligenz im Klassenzimmer“ befasste sich mit der Entwicklung und praktischen Erprobung eines KI-gestützten Lerncoachs. Hierfür wurde ein trainiertes GPT eingesetzt, das Schüler*innen beim Lernen unterstützen sollte. Ziel war es, selbstorganisierte Lernprozesse zu fördern und individuelle Lernwege zu ermöglichen.
Der Lerncoach wurde praktisch mit Schüler*innen getestet und begleitete sie bei fachlichen Fragestellungen sowie bei der Strukturierung ihres Lernprozesses. In der Präsentation wurden sowohl die Funktionsweise des Lerncoachs als auch die Erfahrungen aus der praktischen Er-probung vorgestellt. Die Projektgruppe reflektierte dabei Chancen, insbesondere im Hinblick auf Individualisierung und Lernunterstützung, sowie mögliche Grenzen des KI-Einsatzes.
Analyse und Optimierung der Unterrichtsvorbereitung
Im Projekt „Analyse und Optimierung der Unterrichtsvorbereitung“ setzte sich die Projekt-gruppe mit der Frage auseinander, wie Unterrichtsvorbereitung effizienter gestaltet werden kann, ohne dabei an Qualität zu verlieren. Es richtet sich generell an Lehrkräfte und nicht aus-schließlich an Lehramtsanwärter*innen.
Im Rahmen der Analyse wurden typische Zeitfresser identifiziert. Ein zentrales Ergebnis des Projekts war die Erkenntnis, dass die gezielte Nutzung qualitativ hochwertiger Fachliteratur gegenüber einer umfangreichen Internetrecherche zu einer deutlichen Zeitersparnis führen kann, während die inhaltliche Qualität der Vorbereitung erhalten bleibt. Auf dieser Grundlage wurden konkrete Empfehlungen zur Strukturierung der Unterrichtsvorbereitung formuliert, die Lehrkräfte im Alltag entlasten sollen.
Deine 8-Minuten-Resilienz-Routine
Das Projekt „Deine 8-Minuten-Resilienz-Routine“ hatte das Ziel, die Resilienz von Lehrkräf-ten im Schulalltag zu stärken. Die Projektgruppe entwickelte eine kurze Routine aus verschie-denen Achtsamkeits- und Entspannungsübungen, die sich problemlos in Pausen oder kurze Unterbrechungen integrieren lassen.
Die Übungen wurden sowohl vorgestellt als auch praktisch angeleitet durchgeführt, sodass die Teilnehmenden eigene Erfahrungen sammeln konnten. Die Rückmeldungen zur Akzeptanz und Umsetzbarkeit fielen insgesamt sehr positiv aus. Besonders hervorgehoben wurde, dass die kurzen Übungen ohne großen Zeitaufwand in den Alltag integriert werden können und dennoch eine spürbare Wirkung entfalten.
(Natalia Gerharz und die Gruppe F25)
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Kooperation zwischen dem Fachseminar Biologie und der RPTU Kaiserslautern
Ende Januar besuchte das Fachdidaktische Seminar Biologie die RPTU Kaiserslautern, um eine Kooperation mit der AG Fachdidaktik Biologie aufzubauen. Ziel dieses Treffens war es, die erste und zweite Phase der Lehrkräfteausbildung enger miteinander zu verzahnen und den Anwärterinnen und Anwärtern zugleich aufzuzeigen, wie gewinnbringend die Zusammenarbeit mit außerschulischen Lernorten gestaltet werden kann.
Im Rahmen des Besuchs erhielten die angehenden Lehrkräfte Einblicke in die Workshopangebote der Fachdidaktik Biologie der RPTU, die sich inhaltlich mit dem Thema Alzheimer-Demenz befassen. Die Schülerinnen und Schüler haben dort die Möglichkeit, grundlegende Informationen zum Krankheitsbild zu erhalten, mithilfe von Gehirnmodellen die degenerativen Veränderungen zu untersuchen und am Schweinehirn praktisch zu erfahren, wie Gehirngewebe präpariert und anatomisch analysiert werden kann.
Der Tag stellte für die Teilnehmenden einen großen Gewinn dar: Neben der fachlichen Weiterbildung nahmen sie konkrete Ideen mit, wie Schule und wissenschaftliches Arbeiten sinnvoll vernetzt werden können und wie die RPTU als Kooperationspartner für eigene Lerngruppen genutzt werden kann. In einer abschließenden Austauschrunde zwischen Studierenden und Referendarinnen und Referendaren wurden zudem Erfahrungen geteilt und Perspektiven diskutiert.
Ein besonderer Dank gilt Frau Esther Sternheim, Leiterin der AG Fachdidaktik Biologie der RPTU, die diesen Tag engagiert begleitet und ermöglicht hat. Wir kommen gerne wieder.
(Alexander Kühn)
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