Daten und Fakten zum Startchancen-Programm in Rheinland-Pfalz
Das Startchancen-Programm baut in Rheinland-Pfalz auf den Strukturen auf, die bereits durch das Landesprogramm "S4 - Schule stärken, starke Schule!" angelegt wurden. Es wird wieder gemeinschaftlich durch das Ministerium für Bildung, die Schulaufsicht in der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion und das Pädagogische Landesinstitut begleitet.
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Startchancen-Schulen in Rheinland-Pfalz
In Rheinland-Pfalz nehmen 200 Schulen am Startchancen-Programm teil. Sie verteilen sich wie folgt auf die Schularten:
- 12 Berufsbildende Schulen
- 120 Grundschulen
- 1 Grund- und Hauptschule
- 2 Grund- und Realschulen plus
- 11 Integrierte Gesamtschulen
- 46 Realschulen plus
- 8 Realschulen plus mit Fachoberschule
In der Bund-Länder-Vereinbarung sind die beiden Benachteiligungsdimensionen Migrationshintergrund und Armut verbindlich festgelegt. Das Verfahren in Rheinland-Pfalz erfolgte mehrstufig auf Basis der Daten der Schulstatistik des Schuljahres 2023/24. Im Bereich der Grundschulen und der Schulen mit Sekundarstufe I wurden die Schulen, die an „S4 – Schule stärken, starke Schule!“ und an der Bund-Länder-Initiative „Schule macht stark (SchuMaS)“ teilgenommen haben sowie die FamOS-Schulen als Teilnehmende gesetzt. Alle verbleibenden Schulen wurden in ein Ranking der beiden Kriterien Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und Teilnahme an der Lernmittelfreiheit (unentgeltliche Ausleihe) gebracht. Als drittes Kriterium (ohne Gewichtung) kam die Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarf hinzu. Bei den berufsbildenden Schulen richtet sich das Programm an das Berufsvorbereitungsjahr. Hier wurden die Plätze auf Basis der Daten Belastungsindex der kreisfreien Stadt/des Landkreises, Anzahl der Schülerinnen und Schüler im BVJ und Anzahl der Startchancen-Schulen in der Stadt/im Landkreis vergeben.
Die Liste der teilnehmenden Schulen können Sie hier einsehen.
Governance
Die Programmsteuerung erfolgt durch einen Steuerungskreis unter Federführung des Ministers und Staatssekretärin sowie einer zugeordneten Arbeitsebene unter Leitung des Referats für Bildungsgerechtigkeit. Zu einem jährlichen Runden Tisch werden alle Kooperationspartner, Interessensvertretungen, Verbände und am Programm Interessierte eingeladen, um sich über den Fortschritt zu informieren und Impulse zur weiteren Gestaltung zu geben.
Die Programmsäulen
Die Startchancen-Schulen realisieren ihre Programmziele über drei Programmsäulen :
- Säule I: Investitionsprogramm für eine zeitgemäße und förderliche Lernumgebung,
- Säule II: Chancenbudget für bedarfsgerechte Lösungen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung,
- Säule III: Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams.
Diese werden durch die pädagogische Begleitstruktur unterstützt, so dass die unterschiedlichen Maßnahmen sinnvoll ineinandergreifen. Nähere Informationen zum Konzept finden sich hier.