Verantwortung stoppt Vollgas
© Ron-TV

Das Präventionsprojekt "Verantwortung stoppt Vollgas" soll nach Nordrhein-Westfalen nun auch in Rheinland-Pfalz Wirkung zeigen. Speyer hat dafür den Anfang gemacht.
An der Integrierten Gesamtschule (IGS) Georg-Friedrich Kolb in Speyer unterzeichnete der rheinland-pfälzische Bildungsminister Sven Teuber (SPD) eine Vereinbarung zum neuen Präventionsprojekt "Verantwortung stoppt Vollgas". Es wurde vom rheinland-pfälzischen Innenministerium erstellt und soll Gefahren wie illegalen Autorennen, Raserei in der Innenstadt oder waghalsigen Manövern auf der Autobahn entgegenwirken. Das das Programm ausgerechnet an der IGS Speyer startet, liegt daran, dass der Referent für Verkehrserziehung am Pädagogischen Landesinstitut (PL) Rheinland-Pfalz, Andreas Schlicker, selbst dort Lehrer ist.
Das Präventionsprogramm ist als Unterrichtsmodul ab Jahrgangsstufe 12 gedacht und richtet sich dort an die Schülerinnen und Schüler, die den Führerschein haben oder sich im begleiteten Fahren befinden. Das Material kann - je nach Kapazität - auf bis zu drei Unterrichtsstunden verteilt werden. Da Verkehrserziehung kein Teil des Lehrplans ist, sonder fächerübergreifend unterrichtet wird, ist der Baustein so konzipiert, dass er für jede Lehrkraft geeignet ist, egal ob Mathe, Deutsch oder Englisch unterrichtet wird.
Ein Film ist Grundlage des Konzepts. Er erzählt die Geschichte von Marvin, der bei einem illegalen Autorennen einen Unfall verursacht. Eine Person stirbt, die Freundin wird lebensgefährlich verletzt, er muss fünf Jahre ins Gefängnis.
Mit Hilfe der Unterrichtssequenz sollen die Schüerinnen und Schüler angeregt werden, sich selbst ein kritisches Urteil über Raserei und deren Konsequenzen bilden zu können, um dann daraus Schlüsse für ihr eigenes Verhalten im Straßenverkehr zu ziehen.
Bildungsminister Teuber wies bei der Auftaktveranstaltung auf die Notwendigkeit hin, in Verkehrserziehung zu investieren.
Für weitere Informationen zu dem Projekt wenden Sie sich bitte an Ihre regionale Fachberatung für Verkehrserziehung.
BikeBuddies
© NUDAFA-Reallabor

Im Rahmen des Forschungsprojekts NUDAFA – Reallabor für interkommunale Radverkehrsförderung im Teilprojekt „Schulisches Mobilitätsmanagement“ hat die Stiftungsprofessur Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen der Technischen Hochschule Wildau einen Leitfaden BikeBuddies erarbeitet.
Der modulare Leitfaden BikeBuddies hilft Lehrkräften an weiterführenden Schulen und Schulsozialarbeitenden, Mobilitätsbildung praxisnah an Schulen oder Jugendeinrichtungen umzusetzen. Im Rahmen einer Projektwoche, einzelnen Projekttagen, in Arbeitsgemeinschaften oder punktuell im Unterricht können 14 Module zum Thema Radverkehr und nachhaltige Mobilität etabliert werden. Neben ersten hilfreichen Schritten enthält dieser Leitfaden 14 Modulsteckbriefe, Beispielwochenpläne, kopierbare Arbeitsblätter, Elternbriefe, Checklisten sowie Power-Point-Vorlagen und unterstützt somit eine praxisnahe Mobilitätsbildung ab der 5. Klasse. Die enthaltenen Module und Materialien wurden mehrfach im Rahmen der Projektwoche BikeBuddies praxisnah erprobt und aufbereitet.
Den barrierefreien Leitfaden sowie alle dazugehörigen kopierbaren Arbeitsblätter, Elternbriefe, Checklisten sowie Power-Point-Vorlagen können Sie über folgende Seite kostenlos downloaden: https://data.fid-move.de/dataset/leitfaden-bikebuddies
„Echt jetzt?!"

Safe Kids Germany
© BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. Safe Kids Germany

Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V., bietet das neue und innovative Verkehrserziehungsangebot „Echt jetzt?!" an.
Das Angebot „Echt jetzt?!" richtet sich an Lehrkräfte ab der Klassenstufe 3, behandelt das Thema "Ablenkung durch das Smartphone im Straßenverkehr" und umfasst umfangreiche kostenfreie Unterrichtsmaterialien. Es wurde zuletzt um zwei Kurzfilme mit Virtual Reality-Komponenten erweitert, die die Gefahren durch Ablenkung mit dem Smartphone besonders erlebbar machen. Hierfür können im Rahmen des neuen VR-Ausstellungsmoduls VR-Brillen von der BAG ausgeliehen werden.
Das Angebot wurde vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert und unter Mitwirkung von Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Mobilitäts- und Verkehrserziehung entwickelt.
Alle Informationen zum Projekt finden Sie unter https://www.kindersicherheit.de/fachinformation/schule.
Leitfaden zur Radfahrausbildung
© PL BfVE

Die Radfahrausbildung im dritten und vierten Schuljahr ist ein sehr wichtiger und unverzichtbarer Baustein der Verkehrs- und Mobilitätserziehung. Sie gehört zu den ältesten und bekanntesten Maßnahmen der Verkehrserziehung und findet seit Jahrzehnten eine hohe Akzeptanz bei Schülern, Lehrern und Eltern.
In einem Lehrgang werden Unterricht und Fahrpraxis so miteinander verbunden, dass die abschließende Radfahrprüfung erfolgreich bestanden werden kann. Die unterrichtliche Vor- und Nachbereitung durch die Lehrerinnen und Lehrer ist dabei ebenso wichtig wie gemeinsames Üben der Kinder mit den Eltern und die von den Verkehrssicherheitsberatern der Polizei in den Jugendverkehrsschulen geleitete Fahrpraxis.
Der nun vorliegende Text mit vielen Materialien und Anregungen wurde 2023 komplett überarbeitet und soll in Rheinland-Pfalz den alten Leitfaden ersetzen.
Lehrerinnen und Lehrer erhalten konkrete Hilfen für den Unterricht, Tipps, Arbeitsblätter und Hinweise auf geeignete Arbeitsmaterialien.
Der aus Fachberatern der Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung bestehenden Arbeitsgruppe, die das bekannte Heft überarbeitet und angepasst hat, ein ganz herzlicher Dank!
Hier können Sie die Broschüre (als pdf-Datei) herunterladen.
DVR-Jugendaktion 2024/2025

„I BIKE IT“ – Die Nutzung von und die Begegnung mit Fahrrädern auf Schulwegen steht in diesem Jahr im Fokus der gemeinsamen Jugendaktion des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), der Unfallkassen und der Berufsgenossenschaften.
Auf der Website www.dvr-jugendaktionen.de gibt es weitere Informationen. Einfach mal reinklicken!