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Digitale Lehr- und Lernprozesse aktiv gestalten

Am 8. Dezember 2016 haben die Länder in der Kultusministerkonferenz (KMK) eine gemeinsame Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ verabschiedet. „Die Digitalisierung macht an keiner Grenze halt. Umso wichtiger ist es, dass die Länder die Digitalisierung der Lehr- und Lernprozesse in allen Bildungseinrichtungen aktiv gestalten. Die gemeinsame Strategie ist ein Meilenstein, zu dem Rheinland-Pfalz maßgeblich beigetragen hat. Für die Umsetzung der Strategie sind wir schon gut gerüstet“, sagten Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf in Berlin. Die Gestaltung des digitalen Wandels sei eine nationale Aufgabe, bei der Bund und Länder eng zusammenwirken müssten – auch und vor allem bei der Finanzierung.

Zentrale Zielsetzungen der Strategie sind:

  • Die Definition von Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Schulzeit erworben haben sollen, um selbstbestimmt in einer digitalen Welt teilhaben zu können, und die entsprechende Überarbeitung der Lehrpläne. Alle Schülerinnen und Schüler, die im Sommer 2018 eingeschult werden, sollen am Ende ihrer Schulzeit Fähigkeiten, etwa im kritisch-reflektierten Umgang mit dem Internet oder zur reflektierten Nutzung digitaler Kommunikationswege, erworben haben.
  • Die Weiterentwicklung der Lehrkräfteaus-, -fort- und -weiterbildung, um die Lehrenden und Lernenden fit für die digitale Welt zu machen.
  • Die Schaffung der nötigen Rahmenbedingungen in den Schulen: Möglichst bis 2021 sollen Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen eine digitale Lernumgebung und Internetzugang nutzen können.
  • Und die verstärkte Nutzung digitaler Bildungsmedien.

Bildungsministerin Hubig unterstrich: „Die KMK hat innerhalb nur eines Jahres eine umfassende und ambitionierte Strategie erarbeitet, während die Ankündigungen von Frau Wanka immer noch nicht mit Geld hinterlegt sind. Wir werden das Lehren und Lernen mit digitalen Mitteln als Standard an allen weiterführenden Schulen umsetzen. Dazu müssen auch die Lehrerinnen und Lehrer über die entsprechenden digitalen Kompetenzen verfügen. Noch in diesem Jahr nimmt deshalb eine Kommission bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Universitäten, des Landesprüfungsamts, des Pädagogischen Landesinstituts und Lehrkräften ihre Arbeit auf. Sie wird bis Mitte 2017 ein Kompetenzmodell für die Lehrkräftebildung erarbeiten.“ Auch dank des 2007 gestarteten Landesprogramms ‚Medienkompetenz macht Schule‘, an dem bereits 580 weiterführende Schulen teilnehmen, und dem ‚MedienkomP@ss‘, der zur Erfassung digitaler Kompetenzen an mehr als 400 Schulen im Einsatz sei, habe das Land eine sehr gute Ausgangsposition. Bei der Weiterentwicklung werde es in den kommenden Jahren vor allem darum gehen, die digitale Bildung an den Grundschulen zu verstärken. Und bei allen Maßnahmen sind natürlich die pädagogischen Überlegungen maßgeblich.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des <link https: bm.rlp.de de service pressemitteilungen detail news digitale-lehr-und-lernprozesse-aktiv-gestalten zum bildungsministerium>Bildungsministeriums und der <link https: www.kmk.org aktuelles artikelansicht strategie-bildung-in-der-digitalen-welt.html zur>Kultusministerkonferenz.

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