Aktuelles 2026
Mit 19 Teilnehmenden startete um 10:30 Uhr die diesjährige Paddeltour ab Obernhof. Mit den wichtigen theoretischen Informationen zum Paddeln auf der Lahn ausgestattet, ging es in 5 Booten in die praktische Umsetzung. Dabei waren alle lern- und teamfähig, zumal die praktischen Tipps der Sportfachleiterin Carla Pauly sich als sehr nützlich herausstellten. Bis zur Mittagspause in der Pizzeria Roma in Dausenau waren die Paddler und Paddlerinnen in allen Booten weitgehend aufeinander abgestimmt, wodurch ein zügiges Vorwärtskommen sichergestellt war, auch wenn an einigen Stellen der starke Gegenwind manch ein Boot etwas ausbremste.
Nachmittags wurde es teilweise etwas anstrengender, weil die Sitzplätze und damit die Rollen in den Booten getauscht wurden, So mussten die Teams sich neu justieren, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Da auch der befürchtete Regen ausblieb, die Sonne zunehmend herauskam und es mit 20 Grad angenehm warm war, kamen alle trotz der Anstrengungen zufrieden in Fachbach an. Bleibt zu hoffen, dass später im Unterrichtsalltag solche Paddeltouren mit Schulklassen ebenfalls Berücksichtigung finden, um den Lerngruppen ein erlebnispädagogisches Event zu ermöglichen. Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein, der die Rechnung für die Bootsmiete beglich.
Verf.: Ludger Niechoj
Im Rahmen ihres vertiefenden Praktikums im März 2026 wurden an der Julius-Wegeler-Schule acht Studierende der Universität Koblenz im Fach Pflege durch den Fachleiter begleitet. Während dieser Zeit hospitierten sie bei Kolleginnen und Kollegen im Pflegebereich und gestalteten zudem eigenständig eine 90-minütige Unterrichtseinheit.
In der abschließenden Reflexion zeigten sich die Studierenden sehr angetan von ihren Erfahrungen im BBS-Bereich sowie von der engagierten Begleitung durch Kollegium und Fachleitung. Sie konnten zahlreiche wertvolle Erfahrungen sammeln und wurden in ihrem Berufswunsch deutlich bestärkt, insbesondere durch die angeleiteten Unterrichtsversuche.
An der Abschlussreflexion im Studienseminar Koblenz am Ende des dreiwöchigen Praktikums nahmen neben dem Fachleiter Herrn Schuckert und den Studierenden auch die Dozentin der Universität, Frau Doppelfeld, teil. In diesem Rahmen fand ein intensiver Austausch darüber statt, wie die Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen Universität und Praktikumsschule weiter ausgebaut werden kann. Zudem wurde darüber beraten, wie der Studiengang an der Universität stärker etabliert und die Zahl der Bewerbungen sowie der Zulauf nachhaltig gesteigert werden können.
Verf.: Sascha Schuckert
Am Donnerstag, den 21. Mai 2026, präsentierten Anwärterinnen und Anwärter des staatlichen Studienseminars für das Lehramt an Berufsbildenden Schulen Neuwied im Rahmen der Veranstaltung „KI für uns“ ihre mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erarbeiteten Erprobungen für den Unterricht an der Ludwig-Erhard-Schule.
Die Veranstaltung bot einen vielseitigen Einblick in die Möglichkeiten, wie Künstliche Intelligenz sinnvoll, kreativ und praxisnah im Unterricht eingesetzt werden kann.
Unter der Leitung von Maximilian Beck und Caroline Kabel hatten sich die Anwärterinnen und Anwärter bereits in einer vorangegangenen Veranstaltung intensiv mit den Chancen und Einsatzmöglichkeiten von KI im schulischen Kontext auseinandergesetzt. In den darauffolgenden Wochen entwickelten und erprobten sie eigene Ideen, Materialien und Unterrichtsvorhaben, die schließlich in den Räumlichkeiten der Ludwig-Erhard-Schule vorgestellt und diskutiert wurden. Die Präsentationen fanden in Form eines „Marktes der Möglichkeiten“ statt.
In verschiedenen Räumen konnten die Teilnehmenden ihre Projekte ausstellen, erläutern und mit anderen Anwärterinnen und Anwärtern sowie Lehrkräften der Ludwig-Erhard-Schule ins Gespräch kommen. Die Bandbreite der vorgestellten Ideen war groß: Von selbst programmierten Apps über mit Hilfe von KI erstellten Brettspielen bis hin zu Arbeitsblättern, Unterrichtsmaterialien und KI-generierten Lernvideos war alles vertreten. Dabei wurde deutlich, dass KI im Unterricht vielfältige Chancen eröffnet. Sie kann Lehrkräfte bei der Planung und Gestaltung von Materialien unterstützen, Lernprozesse individualisieren und neue, kreative Zugänge zu Unterrichtsinhalten ermöglichen. Gerade für die Entwicklung differenzierter Aufgaben, anschaulicher Visualisierungen oder multimedialer Lernangebote bietet KI zahlreiche Möglichkeiten.
Gleichzeitig wurde im Austausch aber auch sichtbar, dass der Einsatz von KI stets kritisch begleitet werden muss: Fragen nach Datenschutz, Urheberrecht, fachlicher Richtigkeit und didaktischer Sinnhaftigkeit müssen nach wie vor mitgedacht werden. KI kann Unterricht bereichern, ersetzt jedoch nicht die pädagogische Verantwortung der Lehrkraft.
Besonders wertvoll war der offene Austausch zwischen den Beteiligten. Die Teilnehmenden konnten voneinander lernen, neue Impulse für den eigenen Unterricht mitnehmen und gemeinsam über Chancen, Grenzen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten diskutieren. So wurde die Veranstaltung nicht nur zu einer Präsentation einzelner Projekte, sondern auch zu einem lebendigen Forum für Innovation, Reflexion und kollegiale Zusammenarbeit.
Zum Abschluss konnten die Teilnehmenden live ihre Fähigkeiten im Umgang mit generativer KI im Rahmen eines sogenannten Promptathons unter der Moderation von Robert Baumann unter Beweis stellen. Bei diesem Wettbewerb sollte in Kleingruppen ein Ölgemälde eines Bergsees möglichst präzise nur mit Hilfe eines Prompts nachgeahmt werden.
Ein besonderer Dank gilt der Ludwig-Erhard-Schule Neuwied für die Bereitstellung der Räumlichkeiten, die freundliche Unterstützung und den gelungenen Austausch vor Ort sowie Caroline Kabel und Maximilian Beck für die Planung, Gestaltung und das Umsetzen der Veranstaltung.
Verf.: Fynn Hartung und Vinzenz Schäfer
Am 06.05.26 nahmen die Fachseminare Pädagogik, Psychologie und Sozialpädagogik gemeinsam mit Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern des Studienseminars Mainz und der Fachleitung Frau Lammert an einem ganztägigen Workshop des Instituts für Interkulturelle Pädagogik im Elementarbereich (IPE) in Mainz teil. Als besonders bereichernd wurde die Kooperation mit dem Studienseminar Mainz erlebt. Der gemeinsame Austausch unter den Anwärterinnen und Anwärtern beider Studienseminare eröffnete vielfältige Perspektiven und bot Gelegenheit zu intensiven fachlichen Gesprächen.
Im Mittelpunkt des Workshops standen Fragen interkultureller Erziehung und Bildung im Elementarbereich sowie die Bedeutung von Mehrsprachigkeit und kultureller Vielfalt für pädagogische Prozesse. Gerade diese Themen besitzen für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer der Fachschule für Sozialpädagogik eine besondere Relevanz, da sie in ihrer beruflichen Praxis angehende Erzieherinnen und Erzieher ausbilden. Frau Junkert vom IPE gab vielfältige Einblicke in ihre Arbeit und eröffnete zahlreiche Perspektiven auf den professionellen Umgang mit kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit in frühpädagogischen Einrichtungen. Thematisiert wurden unter anderem die Bedeutung früher Mehrsprachigkeit, pädagogische Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Vielfalt sowie die Reflexion eigener Haltungen im pädagogischen Alltag.
Der Workshop war insgesamt vielfältig organisiert. Neben der freundlichen Atmosphäre trugen auch die gute Versorgung mit Kaffee, Getränken und kleinen Snacks zu einem gelungenen Seminartag bei. Besonders hervorzuheben sind die Fachlichkeit, das Engagement und die langjährige Erfahrung von Frau Junkert, die die Arbeit des IPE mit viel Überzeugung und persönlichem Einsatz darstellte. Ein besonderer Dank gilt zudem den Fördervereinen beider Studienseminare, die durch ihre finanzielle Unterstützung zur Durchführung der Veranstaltung beigetragen haben. Ohne diese wäre die gemeinsame Veranstaltung in diesem Rahmen nicht möglich gewesen.
Der Seminartag bot den Teilnehmenden zahlreiche Denkanstöße und wertvolle Impulse für die weitere Ausbildungspraxis. Die Kooperation zwischen den Studienseminaren Neuwied und Mainz wurde von allen Beteiligten als gewinnbringend erlebt und soll auch künftig weitergeführt werden.
Verf.: Tanja Bock
© Thomas Becker

Vom ersten Tag im Referendariat bis zum letzten gemeinsamen Moment ist es nun geschafft. Was einst mit Aufregung, vielen Fragen und neuen Herausforderungen begann, liegt nun hinter uns – und wir dürfen mit Stolz sagen: Wir haben es geschafft. Gestern durften wir im Rahmen unserer Zeugnisübergabe unseren Abschluss als fertige Anwärterinnen und Anwärter feiern. Die Kurse F24 und H24 des Studienseminars Neuwied verbrachten gemeinsam einen wunderschönen Abend im Brauhaus am Bahnhof – einem Ort, der für gesellige Runden und besondere Anlässe wie gemacht ist. Mit seiner gemütlichen Atmosphäre, traditioneller Brauhausküche und dem Raum für gemeinsames Beisammensein bot er den perfekten Rahmen für unseren Abschluss. In vertrauter Runde mit unseren Fachleiterinnen und Fachleitern, den BPlerinnen und BPlern, der Seminarleitung sowie vielen weiteren Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern konnten wir diesen besonderen Meilenstein gebührend feiern. Es wurde gelacht, angestoßen, zurückgeblickt – und all das machte den Abend zu etwas ganz Besonderem.
Die vergangenen Monate und Jahre waren intensiv, herausfordernd und lehrreich. Sie haben uns nicht nur fachlich, sondern auch persönlich geprägt. Umso schöner war es, diesen Weg gemeinsam zu gehen – und ihn nun auch gemeinsam abzuschließen. Ein herzlicher Dank gilt allen, die uns auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben. Besonders möchten wir uns auch beim Förderverein für die großzügigen Geschenke und die wertschätzende Begleitung bedanken. Dieser Abend wird uns noch lange in Erinnerung bleiben – als Abschluss einer besonderen Zeit und als Anfang eines neuen Kapitels.
Danke an alle, die diesen Weg mit uns gegangen sind.
Am 21. April 2026 fand an der Universität Koblenz das Arbeitstreffen „Phasenvernetzung weiter:denken“ statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie digitale Kompetenzen in der Lehrkräftebildung phasenübergreifend und kohärent entwickelt werden können. Vertreterinnen und Vertreter der Studienseminare, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften kamen hierzu unter Koordination des Zentrums für Lehrkräftebildung zusammen.
Für unser Studienseminar nahmen Maximilian Beck, Fachleiter für Biologie, sowie der stellvertretende Seminarleiter Thomas Becker an der Veranstaltung teil. Wir empfanden den Austausch zwischen Universität, Studienseminaren und weiteren Akteurinnen und Akteuren der Lehrkräftebildung als sehr wertvoll. Besonders bereichernd war unter anderem der vertiefte Austausch mit Dr. Marcus Eckelt, dem neuen Professor für Berufspädagogik.
Die Veranstaltung bot zahlreiche Impulse für eine stärkere Verzahnung der verschiedenen Phasen der Lehrkräftebildung. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und sehen kommenden Treffen mit großer Freude entgegen.
Für weiter Informationen: Hier klicken
Verf.: Thomas Becker
Unter dem Motto besuchte das Fachseminar Metalltechnik am 15.04.2026 die Fa. WIEGEL Feuerverzinken GmbH & Co. KG in Neuwied, um einen praxisnahen Einblick in die Abläufe und den Prozess des Feuerverzinkens zu erhalten.
Zu Beginn erhielten wir eine Einführung in das Unternehmen sowie in die grundlegenden Abläufe. Dabei wurde bereits ein Überblick über den Verzinkungsprozess und dessen Bedeutung für den Korrosionsschutz gegeben. Im Anschluss folgte eine Werksführung durch die verschiedenen Abteilungen, von der Vorbereitung über das Beizen bis hin zum Verzinken und der Nachbehandlung. Besonders anschaulich war die ausführliche Erklärung des Zinkkessels und des eigentlichen Verzinkungsvorgangs. Dabei konnten wir uns direkt am Kessel aufhalten und sowohl das Eintauchen der Bauteile in das flüssige Zink als auch deren anschließende Entnahme beobachten. Den Abschluss bildete ein fachlicher Austausch. Hier konnten wir zahlreiche zum Teil vorbereitete Fragen stellen, unter anderem zu Werkstoffen, Konstruktionsregeln, typischen Fehlerquellen sowie zur Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit.
Die Exkursion stellte eine gelungene Verbindung von Theorie und Praxis dar und bot einen wertvollen Einblick in die berufliche Praxis der Metalltechnik.
Verf.: Jörg Fuhrmann
„Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ war am 26.03.2026 zu Gast am Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen (BBS) in Neuwied. Eingeladen wurde das Team von Grenzenlos durch Wolfram Hans.
Zum Auftakt gab Projektreferentin Helen Danso eine Einführung in die Ziele und Inhalte des Projekts Im Anschluss gestaltete Akylzhan Kassymova eine interaktive Präsentation zum Thema Alltagsrassismus unter dem Titel SDG 10 „Woher kommst du – also wirklich?“. Die Studentin des Wirtschaftsingenieurwesens an der TU Darmstadt kommt aus Kasachstan, engagiert sich seit mehreren Jahren als Aktive im Projekt Grenzenlos und brachte ihre persönlichen Erfahrungen sowie vielfältige Perspektiven in die Veranstaltung ein.
Ziel der Fortbildung seitens Grenzenlos in Neuwied war es, den angehenden Lehrkräften nicht nur inhaltliche BNE-Impulse sondern auch konkrete Methoden des Globalen Lernens näher zu bringen und diese erfahrbar zu machen. Im Fokus stand daher eine anschließende Reflexionsphase, in der die Teilnehmenden die Wirksamkeit der eingesetzten Methoden einschätzen und mögliche Anknüpfungspunkte für den eigenen Unterricht diskutieren konnten.
Dabei wurde erneut deutlich, wie wirkungsvoll Methoden des Globalen Lernens durch ihre hohe Partizipationsorientierung sind. Zum Einsatz kamen unter anderem soziometrische Übungen, kurze Diskussionsimpulse sowie interaktive Materialien wie die „Weltkarte – Perspektiven wechseln“. Diese lädt dazu ein, eurozentrische Sichtweisen zu hinterfragen und neue Blickwinkel einzunehmen.
Die wiederholte Fortbildung des Projektes „Grenzenlos“ am Studienseminar Neuwied unterstreicht die hohe Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globalem Lernen in der Lehrkräfteausbildung und setzt ein starkes und hoffnungsvolles Signal für eine nachhaltige Bildung in der schulischen Praxis.
„Das Projekt „Grenzenlos – Globales Lernen in der beruflichen Bildung“ wird von Rheinland-Pfalz, den Ländern Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Saarland sowie ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.“
Verf.: Helen Danso (gekürzt und angepasst durch Wolfram Hans)
Den Artikel im Original finden Sie hier, ein Instagram-Posting hier.
Zum 9. Mal organisierte der Förderverein wieder eine Fortbildung in der Jugendherberge Diez. Dieses Mal standen vor allem kommunikative und spielerische Methoden im Mittelpunkt, auf die sich alle 17 Teilnehmer/-innen mit hohem Engagement und sichtbarer Freude einließen. Unter der Leitung von Frau Holzhüter und Herrn Niechoj wurden Probleme gemeinsam gelöst, Entscheidungen unter Zeitdruck getroffen sowie Entscheidungsfragen und aktuelle pädagogische Fragestellungen in vorgegebenen Phasen diskutiert. Abends wurden in geselligen Runden bewährte und neue Spiele erprobt, die für manche Lachanfälle sorgten.
In einer abschließenden Reflexionsrunde wurde unisono hervorgehoben, wie wichtig es sei, sich mal eine produktive und reflexive Auszeit nehmen zu können und mit möglichst vielen in einen erfahrungsorientierten Austausch zu kommen.
Für alle, die dieses Mal nicht dabei sein konnten, sei erwähnt, dass dieser Methodenworkshop im nächsten Jahr wiederholt wird. Der Förderverein informiert frühzeitig darüber.
Um biografisches Lernen an einem außerschulischen Lernort erlebbbar zu machen, besuchten die Fachseminare Sozialpädagogik, Psychologie und Pädagogik am 14.01.26 gemeinsam das Museum Ludwig in Koblenz. Besonders im Fokus stand dabei der Gedanke, dass einerseits die Reflexion der eigenen Biografie mit dazu beitragen kann, sich über das Selbst bewusst zu werden, um das zukünftige Handeln daran auszurichten und dass andererseits das Lernen einen biografischen Hintergrund für die persönliche Lebens- und Lerngeschichten hat und sie miteinander verknüpft. Mit Hilfe praktischer Übungen, durchgeführt durch die Museumspädagogin Frau Stefanie Schmeink, hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Irritierendes und Faszinierendes aus der aktuellen Sonderausstellung „Tools of Emotions and Desires“ von Joël Andrianomearisoa in den Blick zu nehmen, um Eigenes und Fremdes intensiver zu verstehen, so dass eine Einordnung eigener Wahrnehmungs-, Deutungs-, Wertungs- und Handlungsmuster angelegt wurde. Möglich wurde der Besuch durch die finanzielle Unterstützung des Fördervereins des Studienseminars, wofür die Teilnehmenden sehr dankbar sind, denn der Workshop erwies sich für alle als gewinnbringend und bereichernd, so dass weitere Kooperationen mit dem Museum Ludwig zusammen mit Lerngruppen bereits in Planung sind.
Verf.: Tanja Bock
Archiv 2025
© Alisa Engberg

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Die Stammgruppe H25 erobert Diez
Kurz vor den Weihnachtsferien machte sich die Stammgruppe H25 im Rahmen des Referendariats auf den Weg zu den erlebnispädagogischen Tagen nach Diez – drei Tage, die geprägt waren von Gemeinschaft, Vertrauen, intensiven Erfahrungen und wertvollen Impulsen für den gemeinsamen Weg. Untergebracht in der Grafenschloss-Jugendherberge und begleitet von Frau Holzhüter, Frau Pauly und Herrn Niechoj erwartete die Referendarinnen und Referendare ein abwechslungsreiches und bereicherndes Programm in besonderer Atmosphäre.
Ankommen, Kennenlernen und Vertrauen stärken
Nach dem Beziehen der Zimmer startete der erste Tag mit einer kreativen Einstimmung: Jede Person wählte einen Schlumpf aus, um die eigene Stimmung und die persönlichen Erwartungen an die kommenden Tage auszudrücken. Schon hier wurde deutlich, wie offen, wertschätzend und humorvoll die Gruppe miteinander umging. Im Anschluss folgten erste erlebnispädagogische Übungen, bei denen Kommunikation, Geduld und Zusammenarbeit im Mittelpunkt standen. Beim „Tower of Power“ galt es, mithilfe eines Krans und gemeinsamer Abstimmung einen Turm aus Holzklötzen zu errichten – eine Aufgabe, die zeigte, wie entscheidend klare Absprachen, Geduld und gegenseitiges Zuhören sind, wenn man gemeinsam ein Ziel erreichen möchte.
Weitere Vertrauensübungen wie das Überwinden eines „Spinnennetzes“ oder das Erkennen einer Person allein durch gezielte Fragen mit verbundenen Augen stärkten das Miteinander und förderten das gegenseitige Kennenlernen auf einer neuen Ebene. Eine abschließende Kommunikationsaufgabe, bei der Bilder ausschließlich beschrieben und in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht werden mussten, zeigte eindrucksvoll, wie entscheidend präzise Sprache und aktives Zuhören sind. Der Abend klang bei einer Rallye durch Diez sowie bei Gesellschaftsspielen und anregenden Gesprächen in entspannter Atmosphäre aus.
Herausforderungen meistern und als Team wachsen
Der zweite Tag stellte die Gruppe vor anspruchsvolle Gemeinschaftsaufgaben, die sowohl Geduld als auch Durchhaltevermögen erforderten. In zwei Teams musste ein krokodilverseuchtes Gewässer mithilfe von nur drei Balken überquert werden – eine herausfordernde Aufgabe, die intensive Absprachen, Konfliktlösungen und Kompromissbereitschaft erforderte und letztlich den Teamgeist nachhaltig stärkte.
Weitere Übungen wie die „Pipeline“, bei der eine Kugel nur durch kontinuierliches Weitergeben der Bahnelemente ins Ziel gelangen konnte, oder das Manövrieren einer Kugel durch ein komplexes Schlauchlabyrinth machten deutlich, wie wichtig Kooperation, Überblick und gegenseitige Unterstützung sind. Am Abend sorgten ein gemeinsames Wichteln, Spiele und viele Gespräche für eine besonders herzliche und verbindende Stimmung.
Reflexion und Abschied
Am letzten Tag stand noch einmal die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Mit verbundenen Augen beschrieben die Teilnehmenden unbekannte Gegenstände so genau wie möglich, um passende Gegenstücke zu finden, Sonderlinge zu identifizieren und fehlende Formen zu benennen – eine Übung, die Wahrnehmung, Sprache und Zusammenarbeit eindrucksvoll miteinander verband.
In der abschließenden Reflexion wurden erneut die Schlümpfe zur Hand genommen: Die Teilnehmenden blickten auf ihre Erfahrungen zurück, beschrieben ihre Entwicklung während der Tage und hielten fest, wie sehr sich Gruppengefühl, Vertrauen und Zusammenhalt vertieft hatten. Ein gemeinsames Gruppenfoto, das Aufräumen und die herzliche Verabschiedung rundeten die erlebnispädagogischen Tage ab.
Ein herzliches Dankeschön gilt den begleitenden Fachleiterinnen und Fachleiter Frau Holzhüter, Frau Pauly und Herrn Niechoj für ihre engagierte, wertschätzende und professionelle Begleitung. Die erlebnispädagogischen Tage in Diez werden der Stammgruppe H25 als inspirierende und verbindende Erfahrung in bester Erinnerung bleiben, und bilden eine wertvolle Grundlage für den weiteren gemeinsamen Weg im Referendariat.
Verf.: Alisa Engberg und Lisa Ballabani
© Alisa Engberg

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Ein Tag voller Inspirationen, Eindrücke und freudigem Miteinander – am 4. Dezember fand der jährliche Projekttag und Seminaradvent unter dem Motto „Alles inklusive – miteinander, füreinander lernen“ statt. Zehn Projekte – erarbeitet, durchgeführt und vorgestellt von den Stammgruppen H24 und F25 – erfreuten, faszinierten und berührten die zahlreichen Zuschauer, bevor der Nachmittag in den von der Stammgruppe H25 ausgerichteten Seminaradvent überging. Die Projektgruppen stellten innovative und inspirierende Ideen vor, die mit Schulklassen durchgeführt wurden und somit die konkrete Umsetzung inklusiver Bildung auf vielerlei Weisen verdeutlichten.
Den Auftakt bildete das Projekt „Ein Zuhause als Menschenrecht – Wohnungslosigkeit als gesellschaftliche Aufgabe wahrnehmen“. Die Projektgruppe sensibilisierte für Lebensrealitäten am Rande der Gesellschaft und arbeitete gemeinsam mit Die Schachtel e.V. und der Caritas an Wegen, Hemmungen abzubauen, systemische Herausforderungen zu erkennen und Empathie praktisch werden zu lassen.
Weiter ging es mit „Vielfalt erwünscht – Schule gemeinsam gestalten“, in dem die Lernenden Schulwerte, Regeln und Hausordnungen unter die Lupe nahmen, mit dem Ziel, ein respektvolles und inklusives Miteinander an Schulen zu fördern.
Mit Schwung und spielerischem Eifer folgte „Mit SPIELer – Spiele für alle, überall“. Inklusive Spielideen, Gamification und eine positive Fehlerkultur im kollaborativen Miteinander standen im Mittelpunkt und zeigten erneut die mannigfachen Möglichkeiten des gemeinsamen Lernens.
Das Projekt „Vielfalt rettet Leben: Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein“, das in Kooperation mit der DKMS über lebensrettende Stammzellspenden informierte, machte Verantwortung greifbar – und bot direkt vor Ort die Möglichkeit der Typisierung.
Nachhaltig und gemeinschaftsorientiert präsentierte sich „Recycle & Connect“, das die Bedeutung von Umweltschutz und BNE-Zielen an Schulen hervorhob. Der Blick richtete sich darauf, wie jede Schulgemeinschaft gemeinsam für ein sauberes und bewussteres Umfeld arbeiten kann.
Handwerklich und herzverbunden zeigten sich „Hand in Hand – Pflegeprodukte für alle“. Mehrere Berufsbildende Schulen kooperierten mit der Stiftung Scheuern, die Lernenden entwickelten Pflegeprodukte und stellten diese selbst her. Dazu lernten sie unterschiedliche Arbeitsfelder der Einrichtung kennen. Die liebevoll gestalteten Pflegeprodukte wurden den Zuschauern ebenfalls präsentiert und gegen eine Spende angeboten.
Für das leibliche Wohl in der Mittagspause sorgte das Restaurant Germania mit zweierlei Suppen, die Finanzierung übernahm der Förderverein. Ebenso kulinarisch genussvoll wurde es bei „Wir kochen, wir lernen, wir wachsen!“, das Kita-Kinder und BVJ-Lernende an einen Tisch brachte. Gemeinsam zu kochen, Verantwortung zu übernehmen und Erfahrungen zwischen Generationen zu teilen – ein Projekt, das nicht nur Köstlichkeiten hervorbrachte, sondern weit über den Tellerrand hinauswirkte.
Mit „Listen Up – (un)gehört inklusiv“ wurde in Zusammenarbeit mit einer externen Expertin ein Kurs zur Gebärdensprache ins Leben gerufen, der für die Lebensrealitäten Gehörloser sensibilisiert und neue kommunikative Wege eröffnete.
Das Projekt „Inklusives Trendsportfestival“ brachte Bewegung, Inklusion und Festivalstimmung zusammen. Trendsportarten wurden so gestaltet, dass jeder sich willkommen fühlte und teilnehmen konnte – ein gelungener Beweis, dass Sport verbindet, stärkt und begeistert.
Besonders eindrucksvoll und tief berührend war das Projekt „Erinnern ist Arbeiten an der Zukunft“. Im Auftrag des Ministeriums für Bildung Rheinland-Pfalz wurden Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten zur Didaktisierung berufsorientierter Gedenkarbeit durchgeführt, verbunden mit der Auseinandersetzung mit der Geschichte von Auschwitz-Birkenau und den Verbrechen des Nationalsozialismus. Das Projekt erinnerte daran, dass historische Verantwortung nicht abgeschlossen ist, und Ausgrenzung, Antisemitismus und Rassismus noch heute existieren – und es an uns allen liegt, diesen entschieden entgegenzutreten. Ein Beitrag, der vielen unter die Haut ging und manche Zuschauende zu Tränen rührte.
Nach gelungenem Abschluss der Präsentationen erfolgte der Übergang in den von der Stammgruppe H25 ausgerichteten Seminaradvent mit herzlichen Worten:
Draußen vom Walde, da kommen wir her,
wir wollen euch sagen: Es weihnachtet sehr!
Im Studienseminar in Neuwied heut,
trifft sich die Runde in vorweihnachtlichem Kleid.
Bei Kaminfeueratmosphäre, (LED-)Kerzenschein und Musik traf man sich an weihnachtlich geschmückten Tischen zum fröhlichen Austausch und genoss frische Waffeln, Kuchen, Kekse und Kaffee. Ein liebevoll gestaltetes Bingo-Spiel lud zu Gesprächen ein, der Affirmationskalender sowie die Weihnachts-Wunschstation stifteten Besinnlichkeit und Reflexion. Wer sich berufen fühlte, einen (weiteren) Beitrag zu leisten, konnte dies in Form einer Spende für die Carl-Orff-Schule Neuwied tun. So kamen über 500€ zusammen, die von der H25 an die Schule weitergeleitet wurden – vielen Dank an alle Spender:innen!
Und zuletzt, was für uns über allem steht:
„Alles darf, nichts muss“ — so wie’s euch gutgeht.
Genießt diesen Tag, nehmt nur das, was euch trägt,
und spürt, wie die Adventszeit das Seminar bewegt.
Wir wünschen allen Beteiligten, Lehrkräften, Gästen und Lernenden wundervolle Feiertage und einen friedlichen Start in ein neues Jahr voller Mut, Miteinander und Zuversicht.
Verf.: Alisa Engberg und Lisa Ballabani
Im Rahmen einer kleinen Dienstbesprechung der erweiterten Seminarleitung überreichte der Seminarleiter Alexander Fähnrich die Ernennungsurkunde für Thomas Becker. Mit Wirkung zum 12.11.25 ist Thomas Becker amtlich der stellvertretende Seminarleiter des Studienseminars für das Lehramt an berufsbildenden Schulen Neuwied. Wir gratulieren und freuen uns. Mit dieser Urkunde bekam der neue stellvertretende Seminarleiter auch den ersehnten Generalschlüssel für das gesamte Seminargebäude.
Herzlichen Glückwunsch Thomas, du hast es wirklich verdient.
Wie würdevolles und selbstbestimmtes Altern aussehen kann, zeigt der Pflegebauernhof Marienrachdorf. Guido Pusch und Pflegedienstleitung Celine Hannappel stellen dem Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen im Fachbereich Pflege ihr besonderes Konzept vor.
Der Hof ist seit 250 Jahren im Familienbesitz. Aus dem generationsübergreifenden Wohnhaus entwickelte sich eine Wohngemeinschaft für inzwischen 17 Menschen mit Pflegegrad 2 bis 5. Anders als in klassischen Pflegeeinrichtungen mieten die Bewohnerinnen und Bewohner hier ihre Apartments und richten sie nach eigenen Vorstellungen ein. Dadurch gleicht kein Zimmer dem anderen und ein hohes Maß an Individualität bleibt erhalten.
Der Alltag ist stark von der Landwirtschaft geprägt. Neben hauswirtschaftlichen Tätigkeiten gehören die Versorgung von Alpakas, Hühnern, Gänsen oder Rindern sowie viele weitere Aufgaben rund um den Hof dazu. Die Bewohnerinnen und Bewohner bringen beispielsweise die Alpakas morgens auf die Wiese und holen sie am Nachmittag wieder in den Stall. Ebenso werden die Eier der Hühner eingesammelt oder kleine Fahrten mit dem Traktor übernommen. Diese konkreten Tätigkeiten geben Verantwortung, Selbstwirksamkeit und Sinn.
Den Bewohnerinnen und Bewohnern werden vielfältige Möglichkeiten eröffnet. Sofern es die Umstände erlauben, darf sogar das eigene Haustier mitgebracht werden. Die naturnahe Umgebung, die familiäre Atmosphäre und das Miteinander prägen das Konzept. Ergänzend bietet der angeschlossene Pflegedienst eine umfassende Betreuung, einschließlich palliativer Versorgung. Gemeinsames Kochen und die enge Verbindung zur Gemeinde stärken zusätzlich das Gemeinschaftsgefühl.
Der Tagesablauf orientiert sich nicht an starren Pflege- oder Essenszeiten, sondern folgt dem natürlichen Rhythmus des Hoflebens. Damit wird, in Anlehnung an die Konzepte von Tom Kitwood und Erwin Böhm, das individuelle Leben der Bewohnerinnen und Bewohner wieder in den Mittelpunkt gerückt. Der Mensch wird nicht auf seine Defizite reduziert, sondern als biografisch geprägte Persönlichkeit mit eigenen Bedürfnissen, Gewohnheiten und Erfahrungen ernst genommen. Alltag und Lebenswelt erhalten so einen sinnhaften Rahmen, der Selbstbestimmung, Orientierung und Wohlbefinden fördert.
Das Studienseminar zeigte sich beeindruckt, wie ein generationsübergreifendes Miteinander auf dem Land in moderne Pflegekonzepte übertragen werden kann. Besonders die Gespräche mit Bewohnern gaben den angehenden Lehrkräften wertvolle Einblicke.
Der Pflegebauernhof Marienrachdorf beweist, dass Pflege mehr sein kann als Versorgung, nämlich ein Leben in Gemeinschaft, Würde und echter Teilhabe.
Das Fachseminar Pflege bedankt sich herzlich bei Guido Pusch und Celine Hannappel für die Gastfreundschaft, die engagierte Führung und die inspirierenden Einblicke in ein gelebtes Pflegekonzept.
Autoren: Robert Baumann, Thomas Kratz, Christin Sackenheim
Das Fachseminar Biologie des Studienseminars Neuwied für Berufsbildende Schulen nutzte jüngst die Gelegenheit, den Unterrichtsraum zu verlassen und in die lebendige Lernumgebung des Zoo Neuwied einzutauchen. Unter der Leitung von Frau Janna Kleinwächter erhielten wir umfassende Einblicke in die Entwicklung des Zoos sowie in die vielfältigen pädagogischen Angebote der Elsa-Schütz-Zooschule und konnten diese teilweise direkt erproben.
Der Zoo Neuwied blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. 1970 als privater Tierpark Hubertushof gegründet, wurde er nach dem Tod des Besitzers 1977 zunächst von einem privaten Tierhändler geführt. Mit der Gründung des Fördervereins Zoo Neuwied e.V. im Jahr 1984 und der Übernahme durch Dipl.-Biol. Heinrich Klein rückte zunehmend das Tierwohl in den Fokus und kommerzielle Interessen traten in den Hintergrund. Heute leben auf dem 13,5 Hektar großen Gelände rund 2.033 Tiere aus 185 Arten, und jährlich besuchen etwa 260.000 Gäste den Zoo.
Ein zentrales Element unseres Besuchs war die 2021 eröffnete Elsa-Schütz-Zooschule. Die modern ausgestatteten Klassenräume und ein Werkraum ermöglichen ein anschauliches, praxisnahes und methodisch vielfältiges Lernen, das sowohl an unterschiedliche Zielgruppen als auch an verschiedene Kompetenzschwerpunkte angepasst werden kann.
Zu Beginn erläuterte Frau Janna Kleinwächter die gesetzlichen Kriterien nach § 42 Bundesnaturschutzgesetz, die erfüllt sein müssen, damit eine Einrichtung als Zoo anerkannt wird. Dabei wurde deutlich, dass Aufgaben wie Artenschutz, Bildung und Forschung heute im Mittelpunkt stehen. Außerdem lernten wir die Rolle der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) kennen, die europaweit Zuchtprogramme koordiniert und Qualitätsstandards für Tierhaltung und Bildung setzt. Das EAZA Zertifikat bildet dabei ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Einrichtungen, die als außerschulische Lernorte genutzt werden. Anschließend diskutierten wir die Entwicklung der Zoos von reinen Unterhaltungsorten hin zu wichtigen Lern- und Forschungsorten und reflektierten unsere persönlichen Sichtweisen über Chancen und Herausforderungen moderner Zoos.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der pädagogischen Einbindung außerschulischer Lernorte in den Unterricht. Ausgehend von einem Impuls einer Lehrkraft, die in der Vergangenheit unzureichende Erfahrungen mit solchen Lernorten gemacht hatte, entwickelten wir zentrale Kriterien für gelingende Exkursionen. Dazu gehören eine intensive Vor- und Nachbereitung, eine klare Kompetenzorientierung, eine enge und rechtzeitige Absprache mit dem Lernort sowie der Hinweis, antizyklische Besuchszeiten zu nutzen, um eine intensivere Betreuung und größere Flexibilität zu ermöglichen. Frau Janna Kleinwächter ergänzte aus Sicht des Lernorts hilfreiche organisatorische Hinweise, wie etwa die Bereitstellung von Informationsmaterialien und Hinweisen zur Besucherordnung.
Im Anschluss daran konnten wir verschiedene Programme der Zooschule selbst erleben. Dazu gehörten etwa der Vergleich von Gebissen im Programm „Beutegreifer und Pflanzenfresser“, die kritische Auseinandersetzung mit der Frage „Zootierhaltung auf dem Prüfstand“ sowie die Analyse evolutionärer Verwandtschaften von Primaten. Eine Führung durch den Zoo bot zusätzliche Einblicke in Tierhaltung, Artenvielfalt und pädagogische Möglichkeiten und ließ bewusst Raum für weiterführende Diskussionen.
Insgesamt bot der Besuch der Elsa-Schütz-Zooschule in Neuwied einen vertieften Einblick in die Chancen, Möglichkeiten und Herausforderungen des außerschulischen Lernens. Neben wertvollen didaktischen Erkenntnissen erhielten wir auch Einblick in die Perspektive eines Lernortes, dessen Angebote sich hervorragend in kompetenzorientierte Unterrichtsreihen integrieren lassen.
Wir danken unseren Fachleitern Thomas Kratz und Maximilian Beck herzlich für die Organisation und Begleitung sowie Frau Janna Kleinwächter für ihre fachkundige Vorbereitung, engagierte Begleitung und die vielfältigen Einblicke, die sie uns ermöglicht hat. Viele von uns sind sich sicher, dass dies nicht unser letzter Besuch in der Elsa-Schütz-Zooschule Neuwied gewesen ist, denn schließlich sind uns die Gelingensbedingungen für außerschulisches Lernen nun bestens bekannt!
Robert Baumann, Christin Sackenheim
© Tanja Bock
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© Vogelsang (VW)

© Tanja Bock

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Vom 14. bis 20. September 2025 nahmen die Fachleitungen Frau Bock, Herr Müller und Herr Maus sowie die Anwärterinnen Frau D’Auria, Frau Boewe, Frau Grüdelbach und Frau Sangmeister am Pilotprojekt „Erinnern ist Arbeiten an der Zukunft – Durchführen von Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten zur Didaktisierung berufsorientierter Gedenkarbeit“ in der Gedenkstätte Auschwitz/Oświęcim in Polen teil.
Im selbstzahlenden Gaststatus am Projekt Gedenkstättenarbeit der Volkswagen AG teilnehmend, bot die Fahrt den Teilnehmenden die seltene Gelegenheit, Geschichte nicht nur zu lernen, sondern sie unmittelbar zu erfahren.. Neben thematischen Einführungen und eindrucksvollen Führungen durch das Stammlager Auschwitz und Birkenau, die von Herrn Heubner, dem Vizepräsidenten des Internationalen Auschwitz Komitees, begleitet wurden, stand vor allem das aktive Handeln vor Ort im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden arbeiteten in der konservatorischen Abteilung, führten Instandsetzungs- und Pflegearbeiten an Zäunen und Wegen durch, reinigten Häftlingsblöcke und sorgten für die Erhaltung von Baracken und Grünanlagen. Durch diese direkte Mitarbeit wurde die Geschichte spürbar und greifbar, eine Erfahrung, die weit über das Lernen aus Büchern hinausging.
Herr Heubner, der seit 1985 im Internationalen Auschwitz Komitee tätig ist und seit 1990 gemeinsam mit der Volkswagen AG Gedenkstättenprojekte organisiert, prägte die Fahrt durch seine Expertise und seine persönlichen Eindrücke. Von Seiten der Volkswagen AG begleiteten Frau Doberanzke-Milnikel und Herr Heinemann die Projekte und ermöglichten so die internationale Zusammenarbeit und die praxisnahe Umsetzung der Gedenkarbeit.
Nach jedem Arbeitstag reflektierte die gemischte deutsch-polnische Gruppe aus Auszubildenden, Anwärterinnen, Fachleitungen und Ausbildern die Erlebnisse des Tages. Dabei wurde deutlich, wie intensiv die Arbeit vor Ort berührte: Die Teilnehmenden setzten sich mit den Grausamkeiten der Vergangenheit auseinander, erlebten die Zerbrechlichkeit von Demokratie und spürten die Verantwortung, die jede und jeder Einzelne für ein tolerantes Miteinander trägt.
Die Fahrt hinterließ bei allen Beteiligten nachhaltige Eindrücke, denn sie öffnete die Augen für die Bedeutung von Erinnerungskultur, Empathie und gesellschaftlicher Verantwortung. Die gewonnenen Erfahrungen sollen nun in die Ausbildung am Studienseminar Neuwied und in schulische Prozesse der jeweiligen Ausbildungsschulen einfließen, um auch zukünftigen Schülerinnen und Schülern Demokratie, Toleranz und verantwortliches Handeln greifbar zu machen. Dieses Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll aktive Gedenkarbeit als Möglichkeit des lebendigen Lernens ist, als Begegnung mit Geschichte und als unvergessliches Erlebnis für alle Teilnehmenden.
Ein besonderer Dank gilt allen Spendern: Landtagspräsident Hendrik Hering, dem Verein zur Förderung der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Oświęcim/Auschwitz, der Schulpastoralen Arbeit des Bistums Trier und dem Förderverein des Studienseminars für das Lehramt an berufsbildende Schulen Neuwied. Ohne ihre Unterstützung wäre die Fahrt nicht möglich gewesen. Hierfür sind wir sehr dankbar!
Tanja Bock
© Eigenes Werk

Sozialer Tag des Studienseminars
Im Anschluss an die Anwärterversammlung am 27. August stand für uns nicht nur fachlicher Austausch, sondern auch das Miteinander im Mittelpunkt. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zu einer rund zweieinhalbstündigen Wanderung durch die abwechslungsreiche Landschaft rund um die Abtei Rommersdorf. Bei bestem Sommerwetter kamen wir unterwegs ins Gespräch, lernten uns besser kennen und stärkten uns an einem kleinen Zwischenstopp mit Snacks.
Gegen 15:30 Uhr erreichten wir unser Ziel: den Neuma Beach am Yachthafen in Neuwied. Dort ließen wir den Nachmittag in entspannter Atmosphäre bei kühlen Getränken und leckerem Essen ausklingen. Viele nutzten die Gelegenheit, barfuß im Sand zu stehen, die Eindrücke der Wanderung Revue passieren zu lassen oder einfach in geselliger Runde zu plaudern.
Rund um 17 Uhr löste sich die Gruppe langsam auf – nicht zuletzt, weil sich dunkle Regenwolken am Himmel ankündigten. Doch selbst das konnte die positive Stimmung des Tages nicht trüben: Der Soziale Tag war geprägt von guter Laune, schönen Begegnungen und einem spürbaren Gemeinschaftsgefühl.
Ein herzliches Dankeschön geht an Marilena, Rebecca, Anne, Shalin und Anna für die gelungene Organisation – und ganz besonders an Matthias, der uns als Wanderführer sicher und unterhaltsam durch die Strecke geleitet hat. Und natürlich danken wir auch dem Seminar für die Gelegenheit zu diesem Tag – schließlich hätten wir ihn kaum schöner verbringen können als inmitten wunderbarer Natur und bei so herrlichem Wetter.
Am 2. Juli 2025 lud das Studienseminar Neuwied zum traditionellen Sommerfest zur idyllisch gelegenen Eintrachthütte in Oberbieber. Unter dem Motto „Sommer. Sonne. Seminar – mal ohne Stress ganz wunderbar“ versammelten sich Anwärter:innen, Fachleitungen, das Sekretariat und Freunde des Seminars, um gemeinsam zu feiern, zu essen und den Sommer zu begrüßen. Bei sommerlichen Temperaturen erwies sich das Bachbett des Aubachtals als absoluter Glücksgriff. Während sich eine Gruppe gemütlich am Haus versammelte, verlagerte sich die zweite – barfuß und erfrischt – kurzerhand samt Bierzeltgarnitur direkt ins Wasser. Dort entstanden bei angenehm kühlen Temperaturen tolle Gespräche mit neuen Bekanntschaften – entspannt, lebendig und ganz ohne Zeitdruck.
Die Kinder konnten sich an der Tattoo-Station kreative Kunstwerke gestalten lassen, während die Erwachsenen das eigens gebraute „Neuwieder Sommerbräu“ oder den „Seminarbräu – Genuss der Bildung“ verkosteten. Die Spiele waren zwar liebevoll vorbereitet, blieben aber bei über 30 Grad verständlicherweise eher ungenutzt – das Bachbett war schlicht das bessere Spielfeld. Kulinarisch überzeugte das Fest mit einer reichhaltigen Auswahl an Salaten, Beilagen und einem hervorragend bestückten Grillangebot. Von Anfang an war spürbar: Jede und jeder hatte etwas beigetragen – mitgedacht, vorbereitet, geholfen. Für diese Gemeinschaftsgeste sei allen herzlich gedankt – besonders aber dem Förderverein, der Grillgut, Getränke und die Hüttenmiete vollständig übernommen hat. Ohne dieses Engagement wäre ein Fest in diesem Rahmen nicht möglich gewesen. Ein ebenso großes Dankeschön gebührt den Grillmeistern, die bei hohen Temperaturen wahre Grillkunst gezeigt haben.
Ein besonderes Highlight war die „Goldene-Faden“-Aktion – eine kreative Feedback-Wand, an der alle Gäste ihre persönlichen Eindrücke, schönen Momente und Verbindungen untereinander sichtbar machen konnten. So entstand ein lebendiges Netz aus Gedanken, Begegnungen und guter Energie. Zugegeben: Der Kühlwagen war etwas spät gestartet, die Getränke entsprechend lauwarm, und das Wasser musste zwischendurch nachorganisiert werden – doch gerade diese kleinen Stolpersteine
machten sichtbar, was dieses Fest wirklich auszeichnet: Flexibilität, Teamgeist und das Selbstverständnis, füreinander einzustehen. So bleibt das Sommerfest 2025 vor allem als etwas in Erinnerung, das man nicht planen kann: ein echtes Zusammenkommen, das Leichtigkeit, Nähe und Verbundenheit spüren ließ – und das uns daran erinnert, warum wir nicht nur Kolleg:innen, sondern auch ein Team sind.
(Anna Katzlmayr & Esegül Saritürk)
© Ludger Niechoj

Die diesjährige Paddeltour auf der Lahn hatte es in sich: Beim Start in Obernhof um 10:30 Uhr mit 20 Anwärterinnen und Anwärtern gab es noch strahlenden Sonnenschein, bevor es gegen 12 Uhr plötzlich gewitterte. Glücklicherweise konnten die Kanus vor der Schleuse Nassau zügig verlassen werden. Nach der Mittagspause der Schleusenwärterin konnte die Fahrt zur Pizzeria Roma in Dausenau fortgesetzt werden, bevor dort ein heftiger Regen einsetzte. Pünktlich zum Ende des Mittagessens taten sich aber Wolkenlücken auf, sodass das Ziel Fachbach nach 19 km erreicht wurde.
Bemerkenswert war die Teamfähigkeit aller Paddlerinnen und Paddler: Innerhalb recht kurzer Zeit hatte man sich in den Booten verständigt, wie man am besten vorankommt – möglichst ohne die befürchteten Zick-Zack-Kurse. Auch wurde darauf geachtet, dass alle Boote in Sichtweite zusammen blieben und kein Boot abgehangen wurde. So wurde in der Abschlussreflexion hervorgehoben, dass die Paddeltour für viele eine ganz besondere Erfahrung war und sie trotz der Anstrengungen sehr viel Spaß bereitet hat. Damit konnten die Organisatorinnen und Organisatoren Carla Pauly, Wolf Jaenisch und Ludger Niechoj sehr zufrieden sein: So macht Begleitung viel Freude!
Verf.: Ludger Niechoj
Am 11. Juni 2025 wurde das Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen in Neuwied als Teil des zweiten Durchgangs der landesweiten PERMA-Initiative ausgezeichnet. Gemeinsam mit zehn Schulen unterschiedlichster Schularten haben wir am Fortbildungsprogramm „Für’s Leben lernen“ des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland-Pfalz (PL) teilgenommen. Ein Jahr intensiver Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Positiven Psychologie und ihrer Bedeutung für Bildung, Ausbildung und Persönlichkeitsentwicklung liegt hinter und die systematische Implementierung von PERMA im Seminar vor uns.
Das Programm basiert auf dem PERMA-Modell von Martin Seligman, einem der führenden Köpfe der Positiven Psychologie. Es beschreibt fünf zentrale Säulen für ein gelingendes Leben (und Lernen):
- P – Positive emotions: Positive Gefühle erleben und fördern
- E – Engagement: Entfaltung individueller Stärken
- R – Relationships: Wertschätzende Beziehungen aufbauen und pflegen
- M – Meaning: Sinn erkennen und wahrnehmbar machen
- A – Achievement: Zielgerichtetes Arbeiten und das Feiern von Erfolgen
Im Rahmen der Fortbildung fanden zwei Präsenzveranstaltungen in Speyer sowie drei begleitende Online-Termine statt. Eine zentrale Frage für uns als Seminar lautete dabei:
„Wie kann eine stärkenorientierte, sinnstiftende und beziehungsbasierte Haltung systematisch in die Ausbildung von Lehrkräften integriert werden?“
Am Studienseminar Neuwied wurde dieses Vorhaben mit viel Herzblut umgesetzt – getragen vom PERMA-Team bestehend aus
Carla Pauly, Julia Lang, Wolfram Hans, Alexander Fähnrich und Martin John.
Begleitet und beraten wurde das Team während des Prozesses durch Christine Schmück und Cathrin Neukirchen vom Pädagogischen Landesinstitut, denen wir an dieser Stelle unseren herzlichen Dank für ihre wertvolle Unterstützung aussprechen.
Mit der Zertifizierung sehen wir für uns den Auftrag, das PERMA-Prinzip dauerhaft in der Lehrkräfteausbildung zu verankern und als Haltung im Seminaralltag noch spürbarer werden zu lassen – für angehende Lehrkräfte sowie Fachleiterinnen und Fachleiter gleichermaßen.
Wir freuen uns auf die kommenden Ausbildungsdurchgänge und die vielen weiteren kleinen und großen Schritte auf dem Weg zu einer Ausbildung junger Lehrerinnen und Lehrer, die auf der Positiven Psychologie basiert. Wer unser Team verstärken möchte, melde sich bitte bei unserem Teamsprecher Martin John.
Abenteuer, Teamgeist und jede Menge Spaß – Die neuen Referendarinnen und Referendare starten mit erlebnispädagogischen Tagen in Diez (4. bis 6. Juni 2025)
Der Start in den Vorbereitungsdienst ist immer etwas Besonderes – neue Gesichter, viele Fragen, etwas Aufregung. Umso besser, wenn man direkt mit einem echten Highlight einsteigen kann. Genau das durften unsere neuen Referendarinnen und Referendare erleben, die am 1. Mai 2025 ihren Vorbereitungsdienst begonnen haben. Vom 4. bis 6. Juni ging es gemeinsam nach Diez zu drei abwechslungsreichen erlebnispädagogischen Tagen – mit viel Bewegung, Teambuilding und jeder Menge guter Stimmung.
Warmwerden mit Witz und Bewegung
Nach dem Bezug der Zimmer der Jugendherberge in Diez begann der erste Tag mit einer ersten gruppendynamischen Übung, dem „Tower of power“. Eine Übung, bei der jeder in der Gruppe mitdenken und anpacken muss, um einen möglichst hohen Turm zu bauen, aber auch eine gute Kommunikation und Geduld ist gefragt. Hier wurde schnell klar: Hier ist eine Gruppe mit viel Energie und Offenheit zusammengekommen. Es folgten Kennenlernspiele wie die „Schneeballschlacht“, bei der persönliche Infos spielerisch durch den Raum flogen, oder beim „Bingo“, bei dem man Menschen mit bestimmten Eigenschaften ausfindig machen musste – das Eis war schnell gebrochen. Nach dem Abendessen kamen auch das gemeinsame Entspannen und Feiern nicht zu kurz. Am ersten Abend stand eine fröhliche Quiznight auf dem Programm, bei der Teams in verschiedenen Kategorien ihr Wissen – und ihren Humor – unter Beweis stellen konnten.
Gemeinsam stark: Teamübungen mit Köpfchen und Koordination
Auch bei den Warming-up-Spielen wie „Obstsalat“ oder dem turbulenten „Kissenrennen“ kam keine Langeweile auf. Diese lockeren Spiele sorgten nicht nur für viel Bewegung, sondern auch für gemeinsames Lachen – eine perfekte Grundlage für die folgenden Übungen.
So überquerten die Referendarinnen und Referendare zum Beispiel den Amazonas, wobei hier sowohl das kreative Problemlösen als auch die Kooperation und Kommunikation in Kleingruppen gefragt war. Auch die weiteren gruppendynamischen Übungen wie „Pfadfinder“, „Heckmeck“ und das „Pipeline-Bauen“ stellten die Teilnehmenden vor spannende Herausforderungen. Dabei wurde schnell klar: Jede/jeder bringt eigene Stärken mit – und wenn man sich aufeinander verlässt, geht vieles leichter.
Zum Abschluss eines weiteren aufregenden, lustigen, aber auch anstrengenden Tages, fand im Hof der Jugendherberge ein gemeinsames Grillen statt – eine großartige Gelegenheit, den Tag bei lockeren Gesprächen ausklingen zu lassen. Und wer dachte, danach sei Schluss, wurde eines Besseren belehrt: Nach dem Grillen wartete noch eine kreative Schatzsuche auf die Gruppe – mit kleinen Rätseln, viel Gelächter und echtem Teamgeist bis in den späten Abend.
Begleitet von einem engagierten Team
Ein großes Dankeschön geht an die begleitenden Fachleiterinnen Frau Holzhüter und Frau Pauly sowie Herrn Niechoj, die mit viel Engagement, Herz und guter Laune die drei Tage mitgestaltet und begleitet haben. Ihre Unterstützung und Präsenz trugen maßgeblich zum Gelingen der Fahrt bei.
Ein gelungener Auftakt
Die erlebnispädagogischen Tage in Diez waren mehr als nur ein schöner Ausflug. Sie waren der Startschuss für eine gemeinsame Zeit, die von Vertrauen, Austausch und gegenseitiger Unterstützung geprägt sein wird. Mit so viel Schwung und Zusammenhalt im Gepäck kann die gemeinsame Zeit jetzt richtig losgehen – wir freuen uns drauf!
Verfasserinnen: Assia Mihoub und Christina Bartel
Die Unternehmerverbände Steine-Erden-Keramik und das Staatliche Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen Neuwied gestalteten für 23 Auszubildende mit technischen, handwerklichen und kaufmännischen Ausbildungsberufen aus verschiedenen Betrieben der Baustoffindustrie einen erlebnispädagogischen Tag. Gastgeber war dieses Mal das Unternehmen Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG in Heuchelheim an der Lahn, die für die Veranstaltung hervorragende Bedingungen schufen. Den Moderatoren des Studienseminars Marion Holzhüter und Ludger Niechoj ging es darum, dass die Auszubildenden durch ein aktives Erleben von gruppendynamischen Tools erkennen, wie gut sie schon im Team zusammenarbeiten und miteinander kommunizieren und welche Optimierungsmöglichkeiten sich noch ergeben. Auf einem Ergebnisplakat wurden diese Erkenntnisse der Auszubildenden festgehalten. In der Abschlussreflexion wurde deutlich, dass viele Auszubildende positiv überrascht waren von diesem Tag und sie wichtige Schlussfolgerungen für den beruflichen Alltag mitnahmen.
Manche Orte besucht man – und bleibt in Gedanken dort.
So fühlte sich unser gemeinsamer Ausflug zur Siebengebirgsschule in Bonn am 15.05.2025 an: weniger wie ein klassischer Schulbesuch, mehr wie eine Reise in eine andere Bildungswelt. Im Rahmen einer Seminarveranstaltung durften wir ReferendarInnen des Studienseminars für berufsbildende Schulen in Neuwied unter der Leitung unseres BP-Begleiters Herr Müller sowie mit der Unterstützung von Frau Seitz und Frau Dr. Briesemann - eintauchen in eine Schule, in der Lernen, Leben und Beziehung auf besonderer Weise miteinander gestaltet werden.
Die mit dem deutschen Schulpreis ausgezeichnete Förderschule eröffnete uns Einblicke in einen inspirierenden und authentischen Schulalltag. Hier wird Schule anders gedacht – und vor allem anders gelebt. Offen, einladend, wertschätzend – mit dem Mut, Gewohntes zu hinterfragen. Besonders beeindruckt waren wir vom innovativen Lernkonzept, den offenen Räumen und der wertschätzenden Atmosphäre, die sich durch den gesamten Schulbetrieb zieht.
Die Schulleitung nahm sich viel Zeit für uns, führte uns mit spürbarer Leidenschaft durch den Schulalltag und ließ uns teilhaben an ihrer Vision von zeitgemäßer Bildung. Eindrucksvoll waren vor allem die offene Lernumgebung mit Lernateliers, die Kreativwerkstatt und die vielfältigen Rückzugsorte, die Raum für individuelle Entwicklung schaffen. Wir erlebten eine Schule als einen Ort, der stärkt, begleitet und inspiriert. Der Austausch mit dem engagierten Kollegium und den SchülerInnen haben in uns etwas bewegt – Gedanken angestoßen, Fragen neu gestellt und vielleicht sogar einige Hoffnungen und Visionen wachsen lassen.
Mit großer Dankbarkeit blicken wir zurück - und mit Vorfreude nach vorn: auf mögliche weitere Begegnungen. Unser herzlicher Dank gilt der Siebengebirgsschule für diese wertvolle Erfahrung! Ganz besonders möchten wir uns auch bei Herr Müller bedanken, für sein großes Engagement, die Organisation und dafür, dass er diese besondere Begegnung möglich gemacht hat!
David Hummes und Daria Khodjaniyazov
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Am 3. April 2025 ist es endlich soweit. Nach seinem Bewährungsjahr erhält Alexander Fähnrich, im Rahmen einer feierlichen Amtseinführung, seine Ernennungsurkunde zum Seminarleiter für das Lehramt an berufsbildenden Schulen. Mit der Überreichung der Urkunde durch Herrn Prof. Dr. Markus Böhner, Seminarleiter des Studienseminars für BBS in Mainz (stellvertretend für Frau Dr. Sylke Grüll vom Landesprüfungsamt, die leider erkrankt war), wird Alexander Fähnrich zum Oberstudiendirektor ernannt.
In den nachfolgenden Redeeiträgen durch Prof. Dr. Markus Böhner, Michael Devesa (ADD) und Alexandra Birk-Märker, stellvertretend für die AG der Schulleitungen, werden sein Engagement und seine bisherigen Verdienste für das Studienseminar und das Land Rheinland-Pfalz hervorgehoben. Frau Birk-Märker, die selbst vor fast 30 Jahren den Vorbereitungsdienst zusammen mit Herrn Fähnrich durchlaufen hatte, zeigte in ihrer Präsentation ein paar Fotos aus dieser Zeit und bemerkte, dass „Alex Fähnrich bereits damals vorangeschritten“ sei.
In seiner eigenen Rede lässt Herr Fähnrich das vergangene Jahr Revue passieren und zeigt sowohl die positiven Entwicklungen als auch noch zu gehende Entwicklungsschritte auf. Er betont dabei, wie wichtig ihm die Zusammenarbeit im Team ist, sowohl intern mit den Fachleitungen und Personalvertretungen, als auch extern mit den Ausbildungsschulen, der ADD und dem Landesprüfungsamt. Der Verknüpfung von erster, zweiter und dritter Phase der Lehrkräfteausbildung misst er dabei eine besondere Bedeutung zu.
Die beiden örtlichen Personalräte der Anwärterinnen und Anwärter sowie der Fachleitungen wünschen Alexander Fähnrich ein gutes Gespür für notwendige innovative Entwicklungen und die Kraft, diese im Team umsetzen zu können. Damit er immer den richtigen Weg findet, erhält er - neben vielen Geschenken - einen Kompass überreicht. Und wenn es mal „windiger“ wird, dann hilft die ebenfalls überreichte Jacke. Ansonsten helfe ihm als Schalke-Fan ganz sicher sein Kampfgeist wird mehrfach bemerkt.
Die musikalischen Beiträge kommen von Herrn Fähnrichs ehemaligem Schüler Dennis Ohler, der einen der beiden dargebotenen Songs eigens für diesen Anlass eingeübt hat. Nur mit einer Akustikgitarre und seiner bemerkenswerten Stimme ausgestattet, schafft der Rocksänger eine schwungvolle und gleichsam besinnliche Atmosphäre.
Die farbliche Gestaltung, die entsprechend des Lieblingsvereins von Alexander Fähnrich gestaltet ist, wurde durch Schülerinnen der Berufsfachschule I mit dem beruflichen Schwerpunkt Hauswirtschaft umgesetzt, die extra für den feierlichen Anlass mit ihren beiden Lehrkräften Frau Repp und Frau Lang aus Diez angereist sind. Neben der gesamten Dekoration übernehmen die Schülerinnen auch den Service und gewährleisten so, dass die Gäste rundum versorgt sind. Dies wird von Anwärterinnen und Anwärter des Studienseminars tatkräftig unterstützt. Herr Fähnrich bedankt sich für die gelungene Dekoration und den tollen Service bei allen unterstützenden Personen.
Die Schülerinnen aus Diez prägten auch das Motto der feierlichen Veranstaltung „Bildung öffnet Türen“. Nicht nur entsprechend bestickte Schürzen zeichnen das Motto der Amtseinführung aus, sondern es wurden kleine Schlüsselhänger mit dem Motto an alle Gäste verteilt. Diese wurden von Schülerinnen des Berufsvorbereitungsjahres der BBS Diez im Vorfeld hergestellt.
Im Anschluss an die feierlichen Reden wird das reichhaltige Buffet eröffnet. Neben den angebotenen Speisen und Getränken finden viele Gespräche und noch mehr an Herrn Fähnrich gerichtete persönliche Glückwünsche statt. Ein großer Dank geht an die Schulleitung der David-Roentgen-Schule in Neuwied, insbesondere an Thomas Hennig. Durch diese Unterstützung konnte die Feier in der schuleigenen Aula überhaupt erst stattfinden, betont Herr Fähnrich.
Fotos: Dr. Wolfram Hans und Tillmann Oster
Text: Thomas Becker und Thomas Kratz
© Timo Spreitzer

Am 06. März besuchte unsere Seminargruppe für die Fächer Ethik/Religion, Englisch und Deutsch das Junge Theater Bonn, um eine Aufführung des Stücks Das Tribunal von Dawn King, einer britischen Dramatikerin, zu erleben. Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns auf den Weg – mit Vorfreude auf ein Theaterstück, das nicht nur durch seine Thematik, sondern auch durch seine besondere Inszenierung begeisterte. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an unsere Fachleiter/-innen Frau Holzhüter, Frau Heyer, Frau Bock und Herrn Spreitzer, die den heutigen Tag organisiert haben sowie an meinen geschätzten Kollegen Thomas Roth, der sich ebenfalls engagiert an der Organisation beteiligte!
Das Tribunal ist ein packendes als auch dystopisches Stück, das sich mit den dramatischen Folgen der Klimakrise auseinandersetzt. Es handelt von Verantwortung, Moral und Schuld in einer Welt in der der Rechtsstaat genauso wie die Umwelt erodiert sind. Eindrucksvoll wurde es von jungen Schauspielerinnen und Schauspielern auf die Bühne gebracht. Mit großer emotionaler Intensität und einer in höchstem Maße professionellen Darbietung ließen sie das Stück lebendig werden. Für viele von uns war es besonders eindrucksvoll zu sehen, wie das zuvor behandelte Skript durch das Zusammenspiel von Sprache, Körper und Bühnenbild eine neue Dimension gewann. Es war ein Theater von Jugendlichen für Jugendliche und genau das machte es so authentisch, zugänglich und berührend. Gänsehaut war garantiert.
Das Tribunal greift ein gesellschaftlich hochaktuelles Thema auf, das Fragen nach politischer Mitbestimmung, Zukunftsgestaltung und individueller Verantwortung stellt – Themen, die jeden Menschen betreffen, aber insbesondere junge Menschen, da sie es sind, die unter den Folgen der vorherigen Generationen leben müssen. Das Stück regt dazu an, über unsere freiheitlichen Werte nachzudenken und darüber, wie eine gerechte Gesellschaft in der Zukunft aussehen kann oder nicht aussehen sollte. Der Theaterbesuch war somit nicht nur ein kulturelles Erlebnis, sondern auch ein wichtiger Denkanstoß, der sicherlich auch im Unterricht seinen Platz finden wird.
Im Anschluss an die Vorstellung ließen wir den Nachmittag in einem italienischen Restaurant gemeinsam ausklingen. Bei gutem Essen, einer entspannten Atmosphäre und anregenden Gesprächen reflektierten wir über das Gesehene, diskutierten über die Relevanz des Stücks für Schule und Gesellschaft und tauschten erste Ideen aus, wie wir es auch im eigenen Unterricht thematisieren könnten.
Der Theaterbesuch war nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, sich über die Fächergrenzen hinweg auszutauschen.
© Ludger Niechoj

© Ludger Niechoj

Bereits zum 8. Mal organisierte unter der Leitung von Frau Holzhüter und Herrn Niechoj der Förderverein des Studienseminars für BBS Neuwied in der Jugendherberge Diez eine Lehrerfortbildung. Auch bei dieser Wiederholung des 4. Teils des Methodenworkshops erlebten Lehrer:innen verschiedener berufsbildender Schulen sowie Kolleg:innen des Studienseminars ein vielfältiges Angebot von schüleraktivierenden Methoden sowie Möglichkeiten zum gezielten Einsatz von Humor im Unterricht. In den jeweils anschließenden Reflexionen entwickelten die Teilnehmer Ideen für den unterrichtlichen Einsatz und zeigten dabei verschiedene Modifizierungsmöglichkeiten auf. Letztlich zeigte auch diese Veranstaltung auf, dass es sich lohnt, im Förderverein des Studienseminars Mitglied zu sein, denn für Fördervereinsmitglieder war die Teilnahme kostenlos.
© Alexandra Hoffmann

Das Ministerium für Bildung startet eine Kampagne, die für den Beruf des Lehrers und der Lehrerin in Rheinland-Pfalz wirbt. Die Kampagne will sichtbar machen, was Lehrkräfte vor Ort jeden Tag leisten und dass das Lehramt ein abwechslungsreicher, interessanter und wertvoller Beruf ist.
Die Lehramtsanwärterin im Quereinstieg am Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen in Neuwied Alexandra Hoffmann erläutert in einem Video für die Kampagne ihre Beweggründe, Lehrerin an berufsbildenden Schulen zu werden. Klicken Sie auf das Bild, um das Video abzuspielen.
Mehr zur Kampagne erfahren Sie hier.
© Alexander Fähnrich

© Alexander Fähnrich

Am 28. Januar 2025 fand an der Julius-Wegeler-Schule in Koblenz, Standort Finkenherd, die Veranstaltung “Teachers 4 Tomorrow” statt. Wir, das Studienseminar Neuwied, waren neben der Universität und der Hochschule Koblenz vertreten, um angehende Abiturientinnen und Abiturienten für den Lehrerberuf zu begeistern.
Beim Speeddating im Gesprächsraum hatten die Lernenden des Beruflichen Gymnasiums (BGY) und der Berufsoberschule II (BOS II) die Gelegenheit, in kurzen Gesprächsrunden mit den anwesenden Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern ins Gespräch zu kommen. Dieser direkte Austausch ermöglichte es, persönliche Fragen zu stellen und authentische Einblicke in den Alltag angehender Lehrkräfte zu erhalten.
Der Inforaum bot eine Vielzahl von Informationen rund um die Lehramtsausbildung. Ansprechend gestaltete Plakate sorgten für die Anbahnung vieler interessanter Gespräche zwischen den anwesenden Fachleiterinnen und Fachleitern mit den Lernenden. Ein besonderes Highlight war der “Baum der Kulturen”. Er symbolisiert die Vielfalt und Bedeutung kultureller Bildung im Schulalltag.
Im Erlebnisraum konnten die Lernenden aktiv werden. Der “Tower of Power” lud zu kooperativen Herausforderungen ein und förderte Teamgeist sowie Kommunikation. Zudem bot der “Strippenzieher” die Möglichkeit, den Weg eines Lehramtsanwärters interaktiv nachzuvollziehen und so einen praxisnahen Einblick in die Ausbildungsstationen zu gewinnen.
Für alle, die sich ein bewegtes Bild von der Veranstaltung machen möchten: Der Instagram-Account der Julius-Wegeler-Schule hat ein Reel zu diesem Tag erstellt, das weitere Einblicke bietet. Hier geht’s direkt zum Beitrag:
Archiv 2024
© Wouter Bongaerts

Mission: Erlebnispädagogik Reloaded – Hoch hinaus in Diez!
Man nehme eine Prise Vorfreude, eine ordentliche Portion Teamgeist und garniere das Ganze mit der schönen Kulisse der Grafenschloss-Jugendherberge in Diez – fertig ist das Rezept für drei unvergessliche Tage. Mit gepackten Taschen und neugierigen Blicken starteten wir, eine Truppe angehender Superlehrerinnen und -lehrer der H24, am 18.12.2024 mit unseren Guides Frau Holzhüter, Frau Pauly und Herrn Niechoj in dieses erlebnispädagogischen Abenteuer. Und wir versprechen euch: Es wurde kein Stein auf dem anderen gelassen!
© Wouter Bongaerts

Ein voller Erfolg! Ein toller Tag!
Am fünften Dezember, so war es bestimmt,
wurde Kultur für die Schule neu ergrimmt.
Neun Projekte, kreativ und fein,
Sie laden zum Denken, Staunen, Träumen ein.
Unter dem Motto „Kultur macht…“ veranstalteten die Stammgruppen H23 und F24 am 5. Dezember einen inspirierenden Projekttag am Studienseminar. Ziel war es, innovative Ideen zu entwickeln, die kulturelle Bildung fördern und später mit Schulklassen umgesetzt werden können. Jede Gruppe vervollständigte das Motto auf ihre Weise und präsentierte ihre Projekte. Im Anschluss gab es eine Überraschung vom Nikolaus, eine Spendenaktion für ein Kinderheim und einen gemütlichen Seminaradvent.
© Sascha van Geertruiden

Das Fachseminar Chemie blickt im Rahmen der fachdidaktischen Veranstaltungen regelmäßig auf die Methode des Forschenden Lernens und erprobt diese in unterschiedlichen Ausprägungsformen. Am 20.11.2024 wurde das Fachseminar bereits zum zweiten Mal von Herrn Keuchel (Koordinator MINT-EC / Berufsberatung) zum betreuten Labor des Max-von-Laue Gymnasiums eingeladen. Eine Hospitation in den Fachräumen zeigte vielfältige Forschungsprojekte und vor allem sehr interessierte Lernende. Unsere Anwärterinnen wurden herzlich empfangen und mit Begeisterung über den Stand der jeweiligen Projekte informiert. Besonders freute uns, dass im Rahmen unseres letzten Besuchs Anwärter situativ als Experten herangezogen wurden und deren berufliche Erfahrung tatsächlich Berücksichtigung im weiteren Verlauf eines Projekts fand. Über eine kurze Präsentation mit anschließender Diskussion, konnte Herr Keuchel vielfältige Einblicke in die Strukturen als auch die Durchführung des Forschenden Lernens als schulweites Angebot ermöglichen. Hierbei konnten ebenso Schwerpunkte im Bereich der Sicherheit, der Forschungs- bzw. Lernbegleitung und Finanzierung der zum Teil sehr aufwendigen Experimente in den Blick genommen werden. Es ist beeindruckend, wie viele Jugend forscht Projekte hieraus resultieren. Selbst über einen direkten Kontakt zur ISS konnte Herr Keuchel berichten. Der Besuch eröffnete innovative Perspektiven für zukünftige Lernarrangements. Hierfür bedanken wir uns bei Herrn Keuchel und dem Team des betreuten Labors.
Der Mentorentag lädt dazu ein sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und so eine gelungene Zusammenarbeit aller an der Ausbildung beteiligten Personen zu fördern.
2. Oktober 2024 15:00 -17:00 Uhr in den Räumen des Studuienseminars Neuwied
Friedrich-Ebert-Straße 28
56564 Neuwied
© Yagmur Kavuk

© Yagmur Kavuk

© Yagmur Kavuk

© Yagmur Kavuk

Gedicht Sommerfest am Steinsee
Am Steinsee, wo die Harmonie ruht,
Nehmen sich Referendare Zeit und Mut.
Umgeben von Wasser und klarem Licht,
Genießen sie hier ihr Fest in Sicht.
Die Kinder spielen, malen, lachen,
Ihre Freude kann nur glücklich machen.
Eltern genießen die ruhige Zeit,
Am Steinsee, so schön, weit und breit.
Die Fachleiter und Referendare im Kreise stehen,
Gemeinsam Neues sehen und verstehen.
Lachen und plaudern, fröhlich und frei,
In dieser Runde fühlt man sich dabei.
Der Grill, er glüht, die Speisen duften,
Die Tische voll, die Leckereien rufen.
Vegetarisch, vegan, klassisch pur,
Für jeden Gaumen gab's die Spur.
Die Band spielt auf, Musik erfüllt die Luft,
Ein Klang, der uns alle in seinen Bann ruft.
Wir plauderten und lachten, Seite an Seite,
Neue Freundschaften knüpften wir mit Herz und Freude.
Ein Tag voller Spaß, Gespräche und Lachen,
Erinnerungen, die wir gerne mit uns tragen.
Nun stehen die Sommerferien vor der Tür,
Eine wohlverdiente Auszeit für alle hier.
Freut euch auf die unterrichtsfreie Zeit,
Und auf das Wiedersehen in Neuwied, seid bereit.
Wir wünschen euch Ferien voller Freude, Erholung und Spaß,
Und sind gespannt auf das, was noch kommen mag.
Verfasserin: Yagmur Kavuk mit KI-Finetuning
Mit zwei Vierer-Kanus, zwei Dreier-Kanus und einem Doppelkajak ging es wie im letzten Jahr auf der Lahn 19 km von Obernhof nach Fachbach. Die 14 Anwärter:innen zeigten sich der anspruchsvollen Aufgabe gewachsen, obwohl es aufgrund des hohen Wasserstandes unterschiedliche Strömungen gab und teilweise auch ein heftiger Gegenwind herrschte. So konnten sich die beiden Begleiter Herr Jaenisch und Herr Niechoj weitgehend zurückhalten, weil die einzelnen Gruppen selbstgesteuert Lösungen für auftretende Probleme fanden. Eine abschließende Gesamtreflexion ergab, dass eine Paddeltour mit Lerngruppen eine sehr passende Maßnahme zur Teamentwicklung sei und sie einfach auch viel Spaß mache.
Verf.: Ludger Niechoj
© Julia Gebhardt

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Mission Erlebnispädagogik in Diez
Wir schreiben das Jahr 2024. Wieder einmal hat sich eine Schar mutiger Lehramtsanwärterinnen und -anwärter auf das Wagnis eingelassen, erlebnispädagogische Welten zu erobern und damit auch – jeder für sich genommen - dem eigenen Selbst mit all seinen Möglichkeiten und Grenzen ein Stück weit näher zu kommen. Begleitet vom erfahrenen und tapferen Dreigestirn der Erlebnispädagogik, namentlich Frau Holzhüter, Herrn Niechoj und Frau Pauly, sollte die Reise am Ende niemand bereuen.
Eine bessere Kulisse für die dreitägige Mission, als die Grafenschloss-Jugendherberge in Diez mit ihrer verwunschenen, ja nahezu magisch anmutenden Erscheinung kann man sich kaum vorstellen. Nachdem an einem Mittwoch irgendwann um die Mittagszeit alle Gemächer bezogen waren, versammelte man sich zur Begrüßung im Kongress-Saal. In der Mitte des riesigen Stuhlkreises – die Stammgruppe F24 zählt stolze 37 Häupter – waren bunte Seile, Schreibutensilien u. ä. zu sehen. Doch weit gefehlt; nach einem kurzen Vertrauensmoment, in dem alle die Augen schließen sollten, begegneten wir uns wahrhaftig in Schlumpfhausen wieder – ein jeder stellte seine Person vor und machte mit Blick auf die bevorstehenden Tage die eigens auserwählte Schlumpf-Figur zum metaphorischen Stimmungsspiegel.
Nach der gelungenen Begrüßungsrunde bestens gerüstet, stellten wir uns der ersten gruppendynamischen Aufgabe, der Errichtung des Tower of Power. Nicht nur die beiden fertigen Bauwerke, sondern auch der Jubel über das gemeinsam Errichtete waren groß. Auch über das Erfolgsrezept lustvoller Teamarbeit herrschte im Rahmen der Reflexion schnell Einigkeit: Perspektivwechsel ist wichtig, auf klare Absprachen und faire Kommunikation kommt es an, aber auch ein Quäntchen Intuition darf nicht fehlen.
Im Anschluss ermöglichten es uns weitere Spiele, die Kumpane noch besser kennenzulernen und das eigene Vertrauen auf die Probe zu stellen. So wurde auch im Nachgang die ein oder andere vermeintliche Lüge als Wahrheit enttarnt.
Nach dem Abendessen herrschte nochmal einmal ordentlich Tohuwabohu. Hier zeigte sich die gesamte Gruppe zu später Stunde in Topform und löste das Problem mit Bravur. Ein unschuldiger Meeresbewohner sorgte dabei für den Lacher des Abends und wird die Insiderrolle in unserer Stammgruppe wohl auch so schnell nicht mehr los. Mit einem lockeren und geselligen Abendprogramm durften wir diesen erlebnisreichen Tag beschließen.
Nach einer kurzen Nacht und dem Frühstück starteten wir in Teilgruppen in das gemeinsame Warming-up, um im Anschluss hinreichend aktiviert gemeinsam eines unserer Highlights, das Abenteuer Amazonas zu erleben. Während sich hier das ein oder andere „staatlich geprüfte Gewicht“ für die erfolgreiche Expedition als unverzichtbar erwiesen hat und die Übung im Hinblick auf den Spaßfaktor unbestritten ein Volltreffer war, entfachte die Zielscheibe-Reflexion insbesondere in Sachen Partizipation dennoch den ein oder anderen Diskurs. Einig waren wir uns dann alle wieder über den hohen Stellenwert einer positiven Fehlerkultur.
Mental erfüllt, aber mit leerem Magen warteten danach das Mittagessen und die wohlverdiente Mittagspause auf uns. Im Anschluss ging es zunächst sportlich weiter, bevor in den darauffolgenden gruppendynamischen Übungen vor allem wieder Reaktionsfähigkeit, kreatives Problemlösen und Teamgeist innerhalb der Gruppen gefragt waren. Die Pipeline und die CultuRallye versetzten uns dabei nicht nur in viel Action, sie förderten auch den ein oder anderen ehrgeizigen Sieger und neue Rekorde zutage. Das CollaborationPuzzle zeigte so manchem Strategen die Grenzen auf.
Am Abend versorgte sich die Gruppe mit Salaten und Gegrilltem im Innenhof und überließ den Tag den Werwölfen, Schwindelmeistern und anderen amüsanten Spielgefährten.
Am letzten Morgen des gemeinsamen Ausfluges verließen wir endgültig unsere Gemächer und versammelten uns beim Frühstück. Auf dem Gelände, im Kongress-Saal und im Tagungsraum Gräfin Sophie Hedwig fanden weitere Gruppenspiele statt, bis man sich nach dem Mittagessen in gemeinsamer Runde des roten Bandes zur Abschlussreflexion über die erlebten Tage wieder in der Gesamtgruppe zusammenfand. Ein großes Dankeschön galt hier natürlich auch unseren Begleitern Frau Holzhüter, Herrn Niechoj und Frau Pauly, die uns - auch mit Unterstützung des Vereins zur Förderung der beruflichen Bildung am Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an Berufsbildenden Schulen Neuwied e.V. - diese Mission erst ermöglicht haben.
Mit vielen Erlebnissen im Gepäck und um einige wertvolle Erfahrungen reicher verabschiedete sich die wohlgestimmte und zugleich auch etwas erschöpfte Schar ins Wochenende.
Verf.: Dr. Petra Bachmann & Anne Kleinhans
© Sascha Schuckert

© Sascha Schuckert

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Auch dieses Mal fand eines der vielen Fachseminare Pflege 2024 an einem besonderen außerschulischen Lernort statt. Diesmal führte uns unser Weg nach Westerburg, um uns intensiv mit dem Einsatz von Simulatoren in der Pflegeausbildung zu beschäftigen. Der Einsatz von Simulatoren in der Pflege hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. In der Berufsbildenden Schule Westerburg konnten die Anwärterinnen und Anwärter – unter Leitung der Gestalterinnen Julia Füllenbach-Meier, Lena Heibel und Sabrina Groß sowie des Fachleiters für den Fachbereich Pflege Sascha Schuckert – hautnah erleben, wie realitätsnahe Simulationen im Pflegeunterricht dazu beitragen, die Kompetenzen von angehenden Pflegefachkräften anzubahnen. Die Schule nutzt hochmoderne Simulationspuppen, um verschiedenste pflegerische Szenarien nachzustellen. Diese reichen von alltäglichen Pflegesituationen bis hin zu Notfällen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars hatten die Gelegenheit, diese Technologien selbst auszuprobieren und praktische Übungen durchzuführen.
Verf.: Sabrina Groß, Julia Füllenbach-Meier und Lena Heibel
© Foto: Thomas Kratz

© Foto: Sylke Grüll

Im Rahmen einer Seminardienstbesprechung am 11.04.2024 wird der neue Seminarleiter Alexander Fähnrich vom Kollegium herzlich willkommen geheißen. Eigens für diesen schönen Anlass reiste Frau Dr. Sylke Grüll, Referentin am Landesprüfungsamt im Bildungsministerium, aus Mainz an. Frau Dr. Grüll hebt die vielen herausragenden Leistungen hervor, die Herr Fähnrich im Laufe seines bisherigen Berufslebens zeigte. Nicht zuletzt war Herr Fähnrich unter anderem für die Qualitätsentwicklung und die Beratung von Schulen am Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz zuständig.
In einer Kurzvorstellung stellt Herr Fähnrich dar, wie er seine bisherigen beruflichen Erfahrungen gewinnbringend in die Seminararbeit einzubringen gedenkt. Durch eine Gegenüberstellung seiner eigenen grundlegenden Prinzipien mit den Leitsätzen des Studienseminars hebt er die weitgehende Passung dieser mentalen Modelle hervor. Seine offizielle Präsentation endet mit einer Darstellung der Herausforderungen, denen sich die Seminararbeit gegenübersieht und dem Appell diese gemeinsam anzunehmen. Am Schluss gibt Herr Fähnrich noch seine Hobbys Tierschutz, Musik und Fußball preis. So möchte er als Teamplayer die hervorragenden Leistungen am Studienseminar unterstützen, damit die Anwärterinnen und Anwärter auch zukünftig gut auf ihre Aufgaben vorbereitet sind und Innovationen in die Schule hineintragen können.
Zum Start für das neue Aufgabenfeld gab es neben guten Wünschen symbolisch ein Türschild vom Lieblingsfußballverein und weitere Geschenke.
Aber auch Helga Gaßen, die die Leitung des Studienseminars seit der Pensionierung von Frau Ursula Reuschenbach-Schulz übernahm, wurde vom Personalrat für das Engagement und Unterstützung mit einem Blumenstrauß überrascht. Sie hat nicht nur die Leitung verwaltet, sondern aktiv das Kollegium unterstützt. „Leitung geht nicht ohne ein starkes Team“, so Frau Gaßen. Diese Aussage wird vom Kollegium geteilt. Für die immer wiederkehrende Unterstützung durch Frau Marion Denitz und Kerstin Wambach, die im Sekretariat seit langem dafür sorgen, dass die Abläufe am Studienseminar reibungslos funktionieren, bedankt sich der Personalrat ebenfalls mit einem Blumengruß. Des Weiteren gehören Werner Steinmann und Dr. Wolfram Hans zu denen, die für eine reibungslose Nutzung der digitalen Medien sorgen und die neue Homepage in kurzer Zeit gestaltet haben. Auch Thomas Becker, der viele organisatorische Aufgaben am Studienseminar übernimmt, erhielt einen Gutschein für eine Massage, damit er weiterhin für das Seminar da sein kann. Es wurde des Weiteren hervorgehoben, dass alle Kolleginnen und Kollegen am Gelingen der vielen kleineren und größeren Entwicklungen am Studienseminar beteiligt sind.
Herr Fähnrich freut sich, als Teil des Teams besonders darauf, ab sofort Innovationen aktiv in die Seminararbeit einbringen zu können. Seine schulartenübergreifenden Erfahrungen in der dritten Phase der Lehrkräfteausbildung werden dabei ein Impulsgeber sein.
Die Begrüßung ist passend umrahmt. Martin John, ein langjähriger Kollege, lädt zu einem reichhaltigen Buffet ein. Neben selbstgebackenem Fladenbrot gibt es selbstgemachte Dips (der Hummus Dip ist besonders lecker) und verschiedene fleischhaltige und vegane Speisen.
Wir, das Kollegium, wünschen Herrn Fähnrich ein gutes Gelingen und immer Zeit für ein Gespräch.
Verf.: Thomas Kratz (15.04.2024)
© Eigenes Bild

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Das 1. Fachseminar Pflege 2024 fand dieses Mal an einem außerschulischen Lernort statt. Wir sind dazu nach Marienrachdorf in den schönen Westerwald gefahren. Dort erkundeten wir ein ganz besonderes Projekt: Den Pflegebauernhof von Herrn Pusch. 2011 konnte Herr Pusch seiner Vision von Landwirtschaft und Pflege Leben einhauchen und dieses Projekt wurde ins Leben gerufen. Im Jahre 2019 ersetzte der Geschäftsführer bisherige externe Partner durch eine eigens gegründete GbR für die pflegerische Versorgung. Sein Team besteht aus ca. 30 Beschäftigten für die pflegerische sowie hauswirtschaftliche Versorgung. Derzeit gibt es etwa 20 Senioren, die das Angebot in Anspruch nehmen und sich dort sehr wohl fühlen. Die familiäre Atmosphäre begeistert nicht nur die Senioren. Auch die Beschäftigten sind sehr gerne dort und bringen teilweise sogar die eigenen Kinder mit. Auch Haustiere dürfen gerne dort einziehen, wie Herr Pusch berichtet. Die Senioren genießen den Kontakt zu den Hoftieren, der sich sehr positiv auswirkt, denn die Senioren haben eine sinnvolle Aufgabe und sind aktiv mit in das Hofgeschehen eingebunden. Besonders dementiell Erkrankte profitieren von dieser Lebensweise. Mittlerweile begleiten er und sein Team als Experten weitere Pflegebauernhöfe in ihrer Entstehung. So konnte Herr Pusch für sein Pilotprojekt des Pflegebauernhofs bereits diverse Preise in Bezug auf Nachhaltigkeit und pflegerische Versorgung gewinnen und hält Fachvorträge im In- und Ausland.
Für uns, als zukünftige Lehrende für Pflegeberufe, war es ein sehr wertvoller und interessanter Einblick in eine außergewöhnliche und zukunftsfähige Versorgung von Pflegebedürftigen. Eine Kooperation mit der Berufsbildenden Schule Westerburg besteht seit einiger Zeit und es werden bereits junge Menschen im Pflegeberuf dort ausgebildet. Es wäre schön, wenn solche innovativen Projekte in Pflege und Landwirtschaft weiter wachsen und gefördert werden.
Von Mirjam Rex und Carina Heyer (22.02.2024)


















































